CAMPER AM START

Nur noch Silz als Urlaubsziel

Der Name "Silz" klingt für viele Menschen gerade aus dem Süden nach Urlaub. In dem Dorf gibt es viele Ferienwohnungen, vor allem aber auch einen großen Campingplatz.
Petra Konermann Petra Konermann
Alles in Ordnung? Wolfgang Hirche schaut bei seiner "Leinwand-Villa" nach dem Rechten.
Alles in Ordnung? Wolfgang Hirche schaut bei seiner "Leinwand-Villa" nach dem Rechten. Petra Konermann
Silz.

Fast 40 Jahre ist es jetzt her, dass Wolfgang Hirche seinen allerersten Urlaub auf dem Campingplatz in Silz verbracht hat. Nur ein einziges Mal in den Jahren suchte der Hallenser zur Erholung das Weite, fuhr für ein paar Tage nach Österreich und weiß seitdem: „Das ist nichts für mich, hat mir nicht gefallen. Ich will nach Silz.“ Wie kein Zweiter kennt er sich auf dem weitläufigen Gelände aus, kennt jeden Baum, hat einige dort sogar selbst gepflanzt, kann jeden Bewohner der Campingwagen und Leinwand-Villen mit Namen benennen, die meisten Lebensgeschichten gleich mit.

Camping-Dauerplätze werden vererbt

„Alles ist hier schön. Der Platz liegt mitten im Wald, direkt am See, hier herrscht eine herrliche Ruhe“, sagt der 70-Jährige. Die Ruhe ist auf dem Campingplatz momentan noch besonders groß – schließlich ist erst zu Ostern Saisonstart. Das wissen die Dauercamper natürlich, die auf dem Campingplatz „Heidepark“ Silz in der Überzahl sind: 340 Stellplätze sind für sie reserviert, viele Plätze werden vererbt. Gerade mal 25 Plätze sind den Kurzzeit-Zeltern vorbehalten. Für die Saison 2014 sind aber auch diese Plätze bereits ausgebucht. „Wir haben hier sehr viele Gäste, die kommen seit 30 oder gar 40 Jahren jeden Sommer hierher“, weiß Doris Kaschel, die als kaufmännische Angestellte den Campingplatz leitet. 

Wolfgang Hirche hält dem Norden und „seinem“ Campingplatz die Treue – das ganze Jahr über. Denn inzwischen ist er mit seiner Frau nach Nossentiner Hütte gezogen. Dort wartet er, dass endlich Ostern wird und er auf den Platz umziehen kann: „Eine Wohnung ist wie ein Gefängnis für mich. Auf dem Campingplatz lebe ich erst richtig auf.“

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