Penzlins Bürgermeister Sven Flechner freut sich über den Baufortschritt auf der größten Baustelle seit de
Penzlins Bürgermeister Sven Flechner freut sich über den Baufortschritt auf der größten Baustelle seit der Wende. Ingmar Nehls
Der sanierte Altbau soll am 30. Juni übergeben werden.
Der sanierte Altbau soll am 30. Juni übergeben werden. Ingmar Nehls
Stadtentwcklung

Penzlin feiert Richtfest für Haus ohne Namen

Von der Idee bis zum Richtfest sind einige Jahre vergangen.Bald soll der erste Bauabschnitt von Penzlins teuerstem Projekt seit der Wende fertig werden.
Penzlin

Vom finanziellen Volumen her ist das Kompetenzzentrum in der Großen Straße das größte Bauprojekt seit der Wende in Penzlin. Es soll Wohnraum, Freizeitangebote, Pflege sowie medizinische Versorgung bieten. Am Mittwoch wurde Richtfest bei den beiden Wohnhäusern gefeiert. Hier entstehen 18 barrierefreie und barrierearme Wohnungen. Die sind 50 und 60 Quadratmeter groß und über den sozialen Wohnungsbau gefördert, kosten also 6,50 Euro pro Quadratmeter kalt in bester Lage.

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Frühester Einzug im Mai 2023

„Wir haben schon einige Anfragen. Allerdings dürfen wir nur an Bürger mit Wohnberechtigungsschein vermieten“, sagt Penzlins Bürgermeister Sven Flechner (WPL). Weil es wenig Angebote für altersgerechte Wohnungen gibt, wolle man vor allem Senioren berücksichtigen, auch wenn die beiden Wohnhäuser keine Seniorenheime und für alle Bürger gedacht seien. Die Stadt könne keine Einwohner wegen fehlendem altersgerechten Wohnraum verlieren. Frühester Einzug könnte im Mai 2023 sein.

Zum 30. Juni soll das sanierte Altgebäude mit dem Verbindungsbau übergeben werden. Dort zieht im Erdgeschoss eine Ärztin aus Alt Rehse ein. Vermutlich wird sie im Herbst die Praxis eröffnen können. Die Kirchgemeinde wird eine Tagespflege betreiben und die Begegnungsstätte im modernen Verbindungsbau, für die noch ein Name gesucht wird. Einige Vorschläge hätten die Bürger allerdings schon eingereicht. Den Juni wolle man noch für weitere Ideen nutzen, sagte Flechner.

In den Himmel geschossen sind seit dem Beginn der Bauarbeiten 2019 nicht nur die Mauern, sondern auch die Kosten. Mindestens 7 Millionen Euro wird das Ensemble aus Wohn- und Nutzgebäuden kosten, wie Sven Flechner sagte. Bei den Vorbereitungen waren die Planer noch von etwas mehr als vier Millionen Euro ausgegangen, 2020 wurde die Summe auf 5,5 Millionen Euro korrigiert und beim Spatenstich im September war die Rede von 6,28 Millionen Euro. Penzlin stemmt einen Eigenanteil von 1,8 Millionen Euro.

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Ausschreibung für die Außenanlagen geplant

Mit deutlichen Preissteigerungen müsse man auch bei den Außenanlagen rechnen. Im Sommer wolle man die Ausschreibung auf den Weg bringen und dann im Herbst die Auftragsvergabe. Wenn das Großprojekt abgeschlossen ist, soll es gleich daneben weiter gehen. Die Lücke, die jetzt als wilder Parkplatz genutzt wird, soll in den nächsten Jahren mit weiteren Mietwohnungen und Eigentumswohnungen in zwei bis zweieinhalb geschossigen Gebäuden geschlossen werden.

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