Kita-Not

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Penzlin setzt auf Doppel-AWO Lösung

Auf dem Gelände der Burgkita  soll ein neuer Flachbau dazukommen. Für die Realisierung holt sich die Müritzer AWO die Neubrandenburger AWO ins Boot. Foto: I.Nehls
Auf dem Gelände der Burgkita soll ein neuer Flachbau dazukommen. Für die Realisierung holt sich die Müritzer AWO die Neubrandenburger AWO ins Boot. Foto: I.Nehls
Ingmar Nehls

Wer das Ziel kennt, findet einen Weg. Der kann auch ungewöhnlich sein. So wie die Kita-Lösung in Penzlin. Nachdem die Kirche abgesprungen war, musste schnell ein neuer Träger her.

Die Suche war erfolgreich. Für die Kita-Not in Penzlin gibt es eine Lösung. Und die ist ungewöhnlich, denn zwei AWO-Verbände machen gemeinsame Sache. Die AWO Müritz gGmbH möchte ihre Kita „Burggarten” erweitern und holt sich dafür die AWO Neubrandenburg ins Boot. Wie Penzlins Bürgermeister Sven Flechner (WPL) dem Nordkurier jetzt mitteilte, haben sich die Stadtvertreter im nicht öffentlichen Teil der jüngsten Sitzung einstimmig für dieses Model entschieden. „Nach ersten Vorstellungen des Trägers wird auf dem Gelände der bestehenden Kita ein weiterer Neubau erfolgen, um dort die fehlenden Kapazitäten zu schaffen”, sagt Sven Flechner.

Über die genaue Zeitschiene könne er noch nichts sagen, weil jetzt erst die Planungen mit dem beiden AWO-Verbänden beginnen. Penzlin zieht junge Familien an und darum ist der Betreuungsbedarf auch gestiegen. Für den Bereich des Amtes Penzliner Land hatte das Jugendamt des Landkreises im vergangenen Jahr ermittelt, dass 12 Krippenplätze, 30 Kindergartenplätze und 20 Hortplätze fehlen. Die sollten idealer Weise im Grundzentrum Penzlin bereit gestellt werden.

Die Gespräche mit der Kirchengemeinde Penzlin-Groß Lukow/Mölln waren schon recht weit. Die Verwaltung hatte gehofft, dass die Kirche eine neue Kita baut. Doch die machte einen Rückzieher und Penzlin stand plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Das Jugendamt schrieb daraufhin alle im Kreis tätigen Träger von Kindergärten an, sich bei der Stadt Penzlin bis zum 20. Juli zu melden. Sieben Kita-Träger bekundeten laut Flechner in der ersten Stufe des Auswahlverfahrens ihr grundsätzliches Interesse.

In der zweiten Stufe wurden die Kita-Träger zu einem Auswahlgespräch eingeladen. „An diesen Gesprächen nahmen noch vier Kita-Träger teil. Inhalt dieser Gespräche waren die Vorstellung der Unternehmen, die Darstellung der Inhalte der pädagogischen Arbeit und natürlich erste Ideen zur Umsetzung”, sagte Sven Flechner. Neben ihm nahmen an den Auswahlgesprächen der Leiter des Amtes für Hauptverwaltung und Bürgerdienste und jeweils ein Vertreter der Fraktionen der Stadtvertretung teil. Dieses Gremium arbeitete den Vorschlag für die Stadtvertretung aus.