Der Penzliner Männerchor hat die Pflanzaktion musikalisch begleitet.
Der Penzliner Männerchor hat die Pflanzaktion musikalisch begleitet. ZVG/ Katharina Riedel
Zum Tag des Baumes

Penzliner Männer bringen den neuen Bäumen ein Ständchen

Der Natur- und Lehrpfad auf dem Dammswerder in Penzlin ist jetzt feierlich eröffnet worden. Und zwar mit Musik.
Penzlin

Gesang soll sich ja positiv auf das Wachstum von Pflanzen auswirken. Darum werden die Bäume des Natur- und Lehrpfades auf dem Dammswerder in Penzlin sicherlich schnell in die Höhe schießen. Schließlich gab es jetzt bei der feierlichen Eröffnung ein Ständchen vom Penzliner Männerchor zuhören.

Vor etwa einem Jahr entstand die Idee, entlang des Stadtsees am westlichen Uferwanderweg wegbegleitend rechts und links verschiedene Bäume des Jahres anzupflanzen, die das Naturbewusstsein der Bevölkerung schärfen sollen. Insgesamt wurden 35 Bäume gepflanzt. 34 davon sind die Bäume des Jahres von 1989 bis 2022 und hinzugekommen ist auch noch der „Baum des Jahrtausends“, ein Ginkgo Biloba.

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„Baum-Paten” gesucht

Der Verein Baum des Jahres e.V. wurde 1972 von Dr. Silvius Wodarz gegründet und hieß damals Umweltschutzverein Wahlstedt. Unter dem Eindruck der Debatte um das sogenannte Waldsterben in den 1980er Jahren entstand 1983 zunächst die vom Verein getragene Aktion „Rettet den Wald“. Angeregt durch Vorbildaktionen wie die Wahl eines „Vogels des Jahres“ kam Wodarz auf die Idee, analog dazu jedes Jahr auch eine Baumart besonders herauszustellen. Beginnend mit der Stieleiche hat der Verein ab 1989 jeweils einen „Baum des Jahres“ ausgerufen.

Das Penzliner Projekt lebt von „Baum-Paten“. Das können Privatpersonen, Vereine, Schulklassen oder Unternehmen sein, die sich einen Baum des Jahres aussuchen und dafür pro Baum rund 500 Euro investieren. Fast jeder Baum habe schon einen Baumpaten gefunden, informiert Katharina Riedel. Der Penzliner Männerchor zählt auch dazu. Im vergangenen Herbst und Winter wurden die Bäume gepflanzt und die Baumschilder gesetzt. Auf Vorschlag einer Penzliner Familie kam kurz vor der Eröffnung dann noch der Baum des Jahrtausends dazu. Der Lehrpfad soll zur Stadtverschönerung und auch zur Umweltbildung beitragen.

Bürgermeister wählt eine Stieleiche

Die ersten drei Baumpaten waren Bürgermeister Sven Flechner, dessen Herz für die Stieleiche schlägt. Sein Stellvertreter, Mirko Meinhart, wählte die Esskastanie und Robert Lexow, ein Schweizer mit Wurzeln in Penzlin, wurde Baumpate für die Robinie. Schon in den 1920er Jahren trug Penzlin den Titel Luftkurort. Der Fokus der Stadt liege auf der Entwicklung hin zur „Kleinen Stadt im Grünen“, hieß es von der Verwaltung.

 

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