STADTVERTRETUNG WAREN

Peter Ritter fordert klare Kante gegen AfD

Die AfD erwartet von Warens Stadtpräsidenten eine Entschuldigung. Die Partei Die Linke kontert.
Der Landtagsabgeordnete Peter Ritter nahm am 9. November auch an der Demo in Waren teil.
Der Landtagsabgeordnete Peter Ritter nahm am 9. November auch an der Demo in Waren teil. Petra Konermann
Waren ·

Der Landtagsabgeordnete Peter Ritter (Die Linke) erwartet von den Warener Stadtvertretern, dass sie klare Kante gegen die AfD zeigen und sich geschlossen vor ihren Stadtpräsidenten Rüdiger Prehn stellen. Prehn wurde von der AfD-Fraktion scharf kritisiert, weil er an der Demonstration gegen den Landesparteitag derAfD am 9. November im Warener Bürgersaal teilgenommen hat.

Peter Ritter war auch bei der Demo und fragt, wofür sich Rüdiger Prehn entschuldigen soll. „Dafür, dass er am 9. November an die Angriffe auf Jüdinnen und Juden im Jahr 1938 erinnerte und davor warnte, dass Antisemitismus und Rassismus nie wieder mehrheitsfähig werden dürfen. Oder dafür, dass er darauf hinwies, dass für den gefeierten Gastredner des AfD-Landesparteitages, Alexander Gauland, die Verbrechenszeit des Nationalsozialismus ein „Vogelschiss“ war. Oder dafür, dass er sich für die Stadt Waren als weltoffene Kommune aussprach“, schreibt er in einer Pressemitteilung.

Die Aussage der AfD-Fraktion, dass es Prehn an „moralischer Reife“ fehle, sei laut Peter Ritter hochgradig albern und Ausdruck fehlender politischer Reife. Wolle sich Prehn nicht entschuldigen, erwägt die Fraktion einen Antrag auf Abwahl des Stadtpräsidenten.

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