BUNDESWEHR

Pilotenfehler soll Eurofighter-Absturz ausgelöst haben

Ein Pilotenfehler soll die Kollision zweier Eurofighter bei Nossentiner Hütte ausgelöst haben.
Nordkurier Nordkurier
dpa
Am Montag waren zwei „Eurofightern” in Mecklenburg-Vorpommern nach einem Zusammenstoß in der Luft abgestürzt. (Archivbild)
Am Montag waren zwei „Eurofightern” in Mecklenburg-Vorpommern nach einem Zusammenstoß in der Luft abgestürzt. (Archivbild) Thomas Steffan
Nossentiner Hütte.

Ermittler der Bundeswehr halten einen Pilotenfehler für die wahrscheinliche Ursache des Absturzes von zwei Eurofightern bei Nossentiner Hütte. Dies berichtete Spiegel Online. Demnach schließt der General Flugsicherheit der Bundeswehr einen technischen Defekt an den beiden abgestürzten Kampfjets aus. Daher habe er auch den Flugbetrieb wieder freigegeben.

Wir werden den Flugbetrieb am Montag in moderater Weise wieder aufnehmen”, sagte am Freitag ein Sprecher der Luftwaffe der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst würden aber nur die Fluglehrer an den Start gehen.

Riskante Verfolgungsmanöver?

Zu den Erkenntnissen zur Unfallursache äußerte sich die Luftwaffe nicht. Nach Informationen von Spiegel online gehen die Ermittler von einem Pilotenfehler als wahrscheinlicher Ursache aus. Der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, wandte sich gegen derartige Spekulationen und betonte: "Bei allem Verständnis für das Bedürfnis an einer schnellen Aufklärung der Ursachen und des Hergangs des tragischen Flugunfalls, verbieten sich Spekulationen hierüber bis zum Abschluss der Untersuchungen durch General Flugsicherheit."

Die Ermittler prüfen laut Spiegel online nun, ob einer der beiden Piloten bei den riskanten Verfolgungsmanövern in der Luft seinen Kameraden übersehen hatte und deswegen mit ihm zusammenstieß. Möglich scheine auch ein Missverständnis bei der Positionsabsprache über Funk.

Die beiden Eurofighter des Geschwaders 73 „Steinhoff” aus Laage bei Rostock waren bei einer Kampfflug-Übung am Montag über der Mecklenburgischen Seenplatte kollidiert und abgestürzt. Ein Pilot überlebte den Unfall verletzt, der andere starb. An der Übung, bei der die Verfolgung einer feindlichen Maschine simuliert wurde, waren insgesamt drei Jets beteiligt.

Alle Nordkurier-Artikel zu der Eurofighter-Tragödie finden Sie hier.

 

 

 

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Kommentare (5)

ist ja laut einer Schweizer Tageszeitung von letzter Woche (Blick), dass ein Pilot den Schleudersitz betaetigt hat und sich somit retten konnte; wahrend der ums Leben gekommene Pilot in seinem Schleudersitz verblieb. Es wurde ein technischer Defekt vermutet in jener Schweizer Zeitung, dass der Schleudersitz nicht richtig funktionierte (Teilfunktion "Wegsprengen des Flugzeug-Daches" did not work, so konnte der Pilot nicht aus dem Flugzeug herauskatapultiert werden, es riss den Koerper des Piloten in Einzelteile. Das spricht gegen einen Pilotenfehler, eher technischer Defekt durch Wartunsgmaengel oder sogar fuer Sabotage durch Geheimdienst-Mitarbeiter welcher Herkunft auch immer.

Eventuell ließ die Fluglage kein Schleudervorgang zu. Als Beispiel: Rückenflug in 50m Höhe. Ein alter Schleudersitz hätte dich stumpf in den Boden geschossen. Aktuelle Schleudersitze erfassen aber die Fluglage und machen sowas nicht mehr. Wenn bis zum Absturzmoment keine zum Schleudern geeignete Fluglage mehr aufgetreten ist., findet der Vorgang trotz ausgelöstem Schleudersitz einfach nicht mehr statt.

Unverständlich ist für mich, wie ohne abgesprengtes Kabinendach der Ausstieg funktioniert sein soll. Der dritte beteiligte Pilot hat zwei Fallschirme niedergehen sehen. Nach meinem Verständnis muss sich erst das Kabinendach lösen, dann wird der Sitz heraus geschleudert. Es gibt nicht umsonst Experten für die Ermittlung von Unfallursachen. Ich denke, bei denen ist das Ganze besser aufgehoben als bei der Boulevardpresse.

Wegen der zwei Fallschirme. Vielleicht war ja ein Doppelsitzer im Einsatz? Irgend etwas wird hier wieder verschwiegen! Aber die Bevölkerung wird die wahre Ursache auch nicht erfahren bzw. nur " friesiert".
Beispiel , Hubschrauberabsturz der Bundespolizei am Berliner Olympiastadion. Da war plötzlich Sende und schreibschluss bei den Medien, durch fehlende Informationsweitergabe der entsprechenden Stellen.
Braucht der Wähler auch nicht zu wissen, wenn auf solche tragische Weise ein Bundesbediensteter ums Leben kam. Mein Beileid den Angehörigen des uns Leben gekommenen Piloten.

Zur DDR Zeit, wenn es hoch käme, hätte nur ein kurze Zeile in der Zeitung gestanden, dann wer, das Thema beendet