Die jungen Leute aus Hamburg und Berlin kurz vor der Abfahrt. Trotz aller Nässe – sie haben das Festival genossen.
Die jungen Leute aus Hamburg und Berlin kurz vor der Abfahrt. Trotz aller Nässe – sie haben das Festival genossen. Elke Enders
Die Busse nach Nah und Fern standen am Sonntag Nachmittag bereit – diesmal waren die Fahrgäste platschnass.
Die Busse nach Nah und Fern standen am Sonntag Nachmittag bereit – diesmal waren die Fahrgäste platschnass. Elke Enders
Fusion-Ersatz

„Planet C beta” mutiert zu Wasserfestspielen

Es hat viel geregnet beim zweiten Planet-C-Festival in Lärz, sehr viel. Doch die Feiernden ließen sich nicht beirren und blieben bis zum Schluss.
Lärz

„16 Uhr, letzte Durchsage, der Bus nach Hamburg steht bereit. Bitte einchecken!” Die Bassliner-Stimme im Lautsprecher durchdringt den Regen. Es schüttet wie aus Eimern. Der Busbahnhof am Festivalgelände, Flugplatz Lärz, ist voll von triefend nassen, dick bepackten Festivalgästen und mehreren wartenden Bussen in alle Himmelsrichtungen: Hannover, Hamburg, Berlin, Dresden, Pirna oder Neustrelitz.

Trotz Regencapes und übergezogenen Kapuzen ist kaum einer der Passagiere von den Wetterkapriolen verschont geblieben. „Doch, mein Pullover ist trocken”, wirft Amelio aus Berlin, eingemummelt unterm Kapuzenshirt, mit einem Hauch Galgenhumor ein. Georg aus Hamburg, der mit in der Runde steht, dagegen gibt zu, völlig durchnässt zu sein. Ebenso wie Alisa. Alle gemeinsam haben sie die Fusion-Ersatzveranstaltung Planet C beta auf dem Kulturkosmosgelände in Lärz besucht.

Gelände wurde zur Matschlandschaft

Und sie hatten Spaß, trotz aller Wolkenbrüche – und trotz der Tatsache, dass ihr Pavillon schon am Samstag, schwer vom Regen geschädigt, eingestürzt war. „Danach war alles zu spät”, berichtet Georg. Aber: „Es war voll cool. Wenn man tanzt, dann merkt man den Regen nicht”, hat Alisa ihren Besuch keinesfalls bereut. Und eigentlich sei der Freitag doch ganz schön gewesen, und auch der Sonnabendabend noch, befinden die jungen Leute, die die Fusion teilweise aus den Vorjahren kennen.

So richtig schlimm wurde es wettertechnisch am Sonntagnachmittag, als sich das weitläufige Kulturkosmos-Gelände in eine moddrige Matschlandschaft verwandelte. Soviel Nässe hielt auch der best präparierteste Dancefloor nicht aus.

Transporter und Wohnmobile steckten fest

Am späten Nachmittag rollten die ersten Lkw, beladen mit Rindenmulch an, um damit die aufgeweichten Hauptwege zu befestigen. Und wie vor Jahren schon mal, als die Fusion völlig im Regen zerfloss, mussten einige Transporter und Wohnmobile schon aus dem Schlamm gezogen werden.

Ein Aufgeben kam für die Fusionisten trotzdem nicht in Frage. Weit sichtbar die aufsteigenden Rauchschwaden und Lichtspiele von der Turmbühne, deren Bässe munter weiter gegen den tristen grauen Augusttag anwimmerten. „Man staunt doch, wie gut das organisiert ist”, resümiert Amelio, ehe er mit seinen Freunden in die aufgerufenen Busse steigt.

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