Festival in Lärz

Polizei blockt für die Fusion weiter 1000 Betten

1000 Betten sind gebucht – doch werden für die Polizisten überhaupt so viele Schlafplätze benötigt? Am Einsatzkonzept für die Fusion wird bis zum Schluss gefeilt.
Andreas Becker Andreas Becker
Nachdem das endgültige Sicherheitskonzept in der vergangenen Woche abgesegnet worden war, feilt die Polizei derzeit an ihrer Einsatztaktik.
Nachdem das endgültige Sicherheitskonzept in der vergangenen Woche abgesegnet worden war, feilt die Polizei derzeit an ihrer Einsatztaktik. Bernd Wüstneck
1
SMS
Lärz.

Gut geplant, ist halb gewonnen – so oder ähnlich wird die Polizei vor Monaten gedacht haben und hatte sich in Vorbereitung auf das große Musikfestival Fusion in Lärz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) mit satten 1000 Betten in Hotels und Herbergen rund um den Veranstaltungsort eingedeckt. Damalige Überlegung der Polizeiführung im zuständigen Präsidium Neubrandenburg: „300 Beamte im 3-Schicht-System für Verkehrskontrollen, die Wache, Krisenintervention oder Versorgungstätigkeiten einzusetzen.“

Doch mittlerweile ist das ursprüngliche Einsatzkonzept, das von polizeilicher Seite auch den Einsatz von Wasserwerfern und Räumpanzern vorgesehen hatte, nach heftige Debatte zwischen Veranstaltern, Politik und Polizei über den Haufen geworfen worden. Trotzdem: An den 1000 Betten hält die Polizei vorerst fest – auch wenn sie aktuell noch nicht weiß, ob die gebunkerten Schlafplätze auch wirklich warm gelegen werden.

Nachdem das endgültige Sicherheitskonzept in der vergangenen Woche abgesegnet worden war, feilt die Polizei derzeit an ihrer Einsatztaktik – inklusive der daraus resultierenden Zahl der eingesetzten Beamten. Einzelheiten hält die Polizei unter Verschluss – genauso wie die Kosten, die der Großeinsatz verursachen wird.

Die Auswirkungen der staatlichen 1000-Betten-Buchung dürften sich für die Hotelbranche in Grenzen halten. In der gesamten Müritzregion stehen rund 35.000 Betten zur Verfügung – die Polizei würde lediglich knapp drei Prozent der Kapazitäten blockieren.

Kommentare (1)

Liebe Redaktion, da wird im Artikel eine Bachelor Arbeit eines Studenten der Fachhochschule als Bestandteil des polizeilichen Einsatzkonzeptes dem gemeinen Leser verkauft. So ein Quatsch. Eine Bachelor-Arbeit ist eine theoretische Abhandlung eines oder mehrer möglicher Szenarien unter Beachtung einer fiktiven polizeilichen Lage. Der Inhalt von Bachelor-Arbeiten wird nicht veröffentlicht und ist auch niemals Bestandteil polizeilicher Einsatzmaßnahmen. Weil: 1. Sie eine theoritische Abhandlung darstellt und 2. Eine polizeiliche Einsatzkonzeption sich an der Praxis orientiert und 3. Das Ergebnis einer tatsächlichen und rechtlichen Lagebeurteilung darstellt , das wiederum eine Gefahrenprognose vorausgeht. Insofern ist diese Darstellung inhaltlich falsch.