Festival in Lärz

Polizei blockt für die Fusion weiter 1000 Betten

Nachdem das endgültige Sicherheitskonzept in der vergangenen Woche abgesegnet worden war, feilt die Polizei derzeit an ihrer Einsatztaktik.
FESTIVAL IN LäRZ
1000 Betten sind gebucht – doch werden für die Polizisten überhaupt so viele Schlafplätze benötigt? Am Einsatzkonzept für die Fusion wird bis zum Schluss gefeilt.

Gut geplant, ist halb gewonnen – so oder ähnlich wird die Polizei vor Monaten gedacht haben und hatte sich in Vorbereitung auf das große Musikfestival Fusion in Lärz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) mit satten 1000 Betten in Hotels und Herbergen rund um den Veranstaltungsort eingedeckt. Damalige Überlegung der Polizeiführung im zuständigen Präsidium Neubrandenburg: „300 Beamte im 3-Schicht-System für Verkehrskontrollen, die Wache, Krisenintervention oder Versorgungstätigkeiten einzusetzen.“

Doch mittlerweile ist das ursprüngliche Einsatzkonzept, das von polizeilicher Seite auch den Einsatz von Wasserwerfern und Räumpanzern vorgesehen hatte, nach heftige Debatte zwischen Veranstaltern, Politik und Polizei über den Haufen geworfen worden. Trotzdem: An den 1000 Betten hält die Polizei vorerst fest – auch wenn sie aktuell noch nicht weiß, ob die gebunkerten Schlafplätze auch wirklich warm gelegen werden.

Nachdem das endgültige Sicherheitskonzept in der vergangenen Woche abgesegnet worden war, feilt die Polizei derzeit an ihrer Einsatztaktik – inklusive der daraus resultierenden Zahl der eingesetzten Beamten. Einzelheiten hält die Polizei unter Verschluss – genauso wie die Kosten, die der Großeinsatz verursachen wird.

Die Auswirkungen der staatlichen 1000-Betten-Buchung dürften sich für die Hotelbranche in Grenzen halten. In der gesamten Müritzregion stehen rund 35.000 Betten zur Verfügung – die Polizei würde lediglich knapp drei Prozent der Kapazitäten blockieren.

Andreas Becker

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