BETRUGSVERDACHT

Polizei stellt verdächtige Fassadenarbeiter

Nach Hinweisen von Bürgern hat die Polizei in Klink drei Männer gestellt, die im Verdacht stehen, unseriöse Haustürgeschäfte anbieten zu wollen. Am Ende mussten sie zu Fuß weitergehen.
Andreas Segeth Andreas Segeth
Das Kennzeichen wurde wegen fehlender Haftpflichtversicherung entstempelt. Den Transporter mussten die Männer stehen lass
Das Kennzeichen wurde wegen fehlender Haftpflichtversicherung entstempelt. Den Transporter mussten die Männer stehen lassen. Nordkurier
Klink.

Die Polizei hat am Dienstagnachmittag in Klink drei verdächtige Männer gestellt und deren Fahrzeug lahmgelegt. Zuvor hatten die Beamten Hinweise aus Grabenitz und Sembzin bekommen, dass die drei Männer in einem Transporter mit HVL-Kennzeichen (Havelland) in den Orten unterwegs waren und sich sehr auffällig Häuser angesehen haben und einzelnen Hausbesitzern Dach- und Fassadenarbeiten angeboten haben.

Wegen des Verdachts eventuell bevorstehender Betrugshandlungen fuhren zwei Streifenwagen aus Waren und Röbel los und stellten in Klink die drei Männer in ihrem Ford Transit. Dabei handelte es sich um drei Männer aus Rumänien im Alter von 20, 26 und 38 Jahren. Auf Nachfrage entgegneten die Männer in gebrochenem Deutsch, dass sie nur Werbung für die Arbeiten gemacht hätten und angeblich keine Arbeiten ausgeführt haben.

Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass die amtlichen Kennzeichen des Fahrzeugs aufgrund der fehlenden Haftpflichtversicherung zur Entstempelung ausgeschrieben waren, berichtet die Polizei. Dem 38-jährigen Fahrer wurde somit die Weiterfahrt untersagt. Die Kennzeichen wurden entstempelt und der Fahrzeugschein sichergestellt. Gegen den Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz erstattet. Das Fahrzeug wurde abgestellt und die drei Männer vor Ort entlassen.

Der Polizei liegen derzeit allerdings keine Hinweise vor, dass es zu Betrugsstraftaten durch unseriöse Dach- oder Fassadenarbeiten gekommen ist. Mögliche Geschädigte werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Waren unter 03991 1760 oder die Polizei in Röbel unter 039931 848 0 sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei vor unseriösen Haustürgeschäften. Niemand soll sich unter Druck setzen und Verträge unterschreiben, die man vorher nicht genau geprüft habe, heißt es. Und weiter: „Bezahlen Sie nicht in bar und geben Sie kein Geld an fremde Personen. Bestehen Sie auf eine schriftliche Rechnung, die Sie überweisen. Sollten Sie unsicher sein oder sollte es Streitigkeiten über die Bezahlung oder mangelhafte Arbeiten geben, verständigen Sie die Polizei! Wir sind rund um die Uhr für Sie da.”

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