ERMITTLUNGEN AUFGENOMMEN

Polizei vermutet Brandstiftung bei Rechlin

Bei dem Waldbrand am Donnerstagabend bei Rechlin ist das Feuer nicht an einer, sondern an vielen Stellen ausgebrochen. Das lässt nur eine Schlussfolgerung zu.
Winfried Wagner Winfried Wagner
Rund 40 Feuerwehrleute waren am Donnerstagabend im Einsatz.
Rund 40 Feuerwehrleute waren am Donnerstagabend im Einsatz. Susann Salzmann
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Rechlin.

Nach dem Brand in einem munitionsbelasteten Waldgebiet bei Rechlin ermittelt die Polizei jetzt wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung. Grund dafür ist, dass bei dem Feuer am Donnerstagabend unweit der Müritz viele Brandausbruchstellen gefunden wurden, wie Wehrführer Bodo Burk am Freitag erklärte.

Weil ein Teil der Fläche bereits in der Vergangenheit vom Munitionsbergungsdienst beräumt worden war, konnten die rund 40 Feuerwehrleute das Gebiet betreten. Freizeitschiffer hatten von der Müritz aus Rauchsäulen gesehen und gemeldet. Das Feuer breitete sich schnell von einem auf vier Hektar aus, konnte mit Hilfe von Wasser in Tankwagen aber gelöscht werden.

In Rechlin-Nord gab es vor rund 100 Jahren die Erprobungsstelle der deutschen Luftfahrt, die in der NS-Zeit zur Erprobungsstelle der Luftwaffe mit mehreren tausend Beschäftigten wurde. Das riesige Gelände mit dem Flugplatz Lärz wurde mehrfach bombardiert. So gibt es immer noch große und stark munitionsverseuchte Wälder, auch auf der Müritz sind noch Teile wegen der Bombardierung von damals gesperrt.

Das Feuer war am Donnerstag im Wald westlich der Kreisstraße 18 ausgebrochen, an den ein Urlauberdorf grenzt. Dort hatte es touristische Pläne gegeben. Das am stärksten verseuchte Gebiet liegt auf der östlichen Straßenseite. „Dort wären wir auch nicht reingegangen”, sagte Burk. Im April hatte es zuletzt auf einer anderen Ex-Militärfläche Rechlins gebrannt, auch dort wird Brandstiftung vermutet.

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