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Kompromiss-Angebot im Streit um Polizeistation beim Fusion-Festival

Die Fusion-Veranstalter bleiben dabei: Keine Polizeiwache auf dem Festival-Gelände und keine anlasslosen Streifengänge. Im überarbeiteten Sicherheitskonzept schlagen sie aber einen Kompromiss vor, um das Musikfestival noch zu retten.
Die Veranstalter des Fusion-Festivals auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes bei Lärz haben jetzt ein neues Sicherheitskonzept eingereicht.
Die Veranstalter des Fusion-Festivals auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes bei Lärz haben jetzt ein neues Sicherheitskonzept eingereicht. Bernd Wünstneck / Andreas Segeth
Die Polizeistation soll zentral mit Feuerwehr und anderen Sicherheitskräften untergebracht werden.
Die Polizeistation soll zentral mit Feuerwehr und anderen Sicherheitskräften untergebracht werden. Alexander Müller
Lärz ·

Die Veranstalter des Fusion-Festivals lehnen nach wie vor eine Polizeistation und eine anlasslose Bestreifung aúf dem Festivalgelände bei Lärz ab. Am Donnerstag haben die Organisatoren vom Verein Kulturkosmos Müritz ihr Sicherheitskonzept im zuständigen Amt Röbel/Müritz abgegeben. Dieses sei mit Hilfe externer Sachverständiger und Experten überarbeitet und deutlich erweitert worden, erklärt der Vereinschef Martin Eulenhaupt.

„Die Sicherheit aller Beteiligten auf dem Fusion Festival hat für uns oberste Priorität”, sagt er. „Nach unserem konstruktiven Austausch mit dem Ordnungsamt am vergangenen Montag haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Wir gehen nun davon aus, dass einer Genehmigung der Veranstaltung nichts mehr im Wege steht”, so Eulenhaupt weiter.

Polizei an einem Ort mit Feuerwehr und anderen Sicherheitskräften

Teil des aktualisierten Sicherheitskonzeptes sei auch ein Kompromiss zur Polizeipräsenz: Die Polizeiwache werde in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände eingerichtet und könne von den Festivalgästen fußläufig erreicht werden. Diese befinde sich mittig auf dem Flugplatzgelände, dort seien auch andere Sicherheitskräfte und die Feuerwehr untergebracht. Alle Bereiche des Festivals seien von dort aus gut und schnell zu erreichen, so Eulenhaupt. Ein anlassbezogener Zugang der Polizei zum Veranstaltungsgelände werde selbstverständlich gewährleistet.

 

 

 

Die Veranstalter begegnen mit diesem Kompromiss der ursprünglichen polizeilichen Forderung nach einer Polizeiwache innerhalb des umzäunten Festivalgeländes und einer anlasslosen Bestreifung. „Eine ständige und anlasslose Polizeipräsenz wäre unverhältnismäßig, widerspräche derPhilosophie des Festivals und würde die Freiheit von Kunst und Kultur unnötig einschränken”, sagte Eulenhaupt.

Rechtsweg bleibt eine Option

Die Online-Petition des Kulturkosmos e.V. „Gegen anlasslose Polizeipräsenz auf friedlichen Kulturveranstaltungen!” hat inzwischen mehr als 125.000 Unterstützer, darunter zahlreiche Abgeordnete, Parteien, Vereine, Initiativen, Organisationen und Unternehmen.

Wie die Ordnungsamtsleiterin im Amt Röbel/Müritz Marlen Siegmund sagte, sei die Entscheidung über eine Genehmigung des Festivals mit bis zu 70. 000 Gästen «Mitte oder Ende nächster Woche» zu erwarten. So lange bräuchten Fachämter und die Polizei, die sich das Konzept in Röbel holte, um die umfangreichen Unterlagen zu prüfen. Für den Fall, dass das Sicherheitskonzept abgelehnt werde, kündigte Eulenhaupt gegenüber dem Nordkurier an, den Rechtsweg beschreiten zu wollen.

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