KURIOSE AUSSTELLUNG

Postkarten erzählen von vielen Orten auf der Welt

Von Kinderspruch bis Landschaftsbild: Postkarten-Motive können ziemlich vielfältig sein. Einen Streifzug durch die Kartenwelt gibt es in der Röbeler Galerie.
Unter den rund 200 Postkarten sind auch einige Unikate dabei: So hatte sich der Künstler Jimmy Schütz einst –
Unter den rund 200 Postkarten sind auch einige Unikate dabei: So hatte sich der Künstler Jimmy Schütz einst – Bart sei dank – mit bekannten historischen Persönlichkeiten fotografieren lassen. Nadine Schuldt
Sibylle Böhler unterstützt Lutz Kroh bei der Postkarten-Ausstellung in der Galerie Radius.
Sibylle Böhler unterstützt Lutz Kroh bei der Postkarten-Ausstellung in der Galerie Radius. Nadine Schuldt
Sibylle Böhler half mit beim Gestalten der zahlreichen Postkarten-Wände.
Sibylle Böhler half mit beim Gestalten der zahlreichen Postkarten-Wände. Nadine Schuldt
Unter den Postkarten sind auch finden sich auch Exemplare mit niedlichen Kindersprüchen.
Unter den Postkarten sind auch finden sich auch Exemplare mit niedlichen Kindersprüchen. Nadine Schuldt
Röbel.

In Zeiten von etlichen Social-Media-Kanälen scheinen Postkarten fast schon ein Relikt aus einer anderen Zeit zu sein. Nicht so in der Röbeler Galerie Radius. Dort werden derzeit 200 Postkarten gezeigt. Von Landschaftsaufnahme über Sprüchekarte bis hin zu historischen Motiven – in der Galerie wird das breite Spektrum der Postkarten-Gestaltung deutlich. Darüber hinaus scheint die Postkarte einst auch ein sehr wichtiges Kommunikationsmittel gewesen zu sein. Fast schon so wie heutzutage Whatsapp-Nachrichten.

„Es gab einst auch Saalpostkarten, die manchmal zwei Mal täglich zugestellt wurde“, sagte Sibylle Böhler. Sie unterstützte Ausstellungsinitiator Lutz Kroh bei der Ausstellung. So präsentierte sie am Eröffnungstag in einer Lesung Wissenswertes zur Historie der Postkarte. „Sie ist ursprünglich aus der Visitenkarte entstanden“, erklärte sie. Postkarten wurden nach 1870 mehr und mehr etabliert – einerseits in der geschäftlichen Kommunikation, andererseits zur heiteren Mitteilung im privaten Bereich wie beispielsweise über einen Theaterbesuch. Früher habe es sogar Karten-Vorbestell-Postkarten gegeben, schmunzelt Böhler mit Blick auf den Bedarf.

Erste Ausstellung gab’s in Fürstenberg

Den Großteil an Postkarten besitzt jedoch Lutz Kroh. Er sammelte jahrelang die unterschiedlichsten Karten. „Wenn ich in Buchhandlungen oder wenn ich unterwegs bin, streife ich durch die Orte und finde verschiedenste Exemplare“, erklärte Lutz Kroh. Er wolle mit der Ausstellung einen Akzent setzen und deutlich machen, dass man auch im Februar in Röbel interessante Dinge entdecken kann“, erläuterte der Galerist, für den es nicht die erste Postkarten-Ausstellung ist.

Die gestaltete er vor vielen Jahren in Fürstenberg. Dort sei ein Kindergarten zu einem Forstmuseum umgewandelt worden. Zur Einweihung gab’s eine Postkarten-Ausstellung. Die Exemplare stammten von der Weihnachtspost, die im nahe gelegenen Himmelpfort ankam. Der dortige Pfarrer hatte die Karten nach deren Beantwortung von der damaligen Postzustellerin erhalten und sie in Himmelpfort gezeigt. Lutz Kroh erhielt sie schließlich von ihm. Er wollte zeigen, welch ausgefallene Motive dabei waren. „Es waren Karten aus aller Welt, sehr viele stammten aus der Sowjetunion, Aserbaidschan oder Tiflis, Georgien“, sagte Kroh.

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