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Pro-Kopf-Verschuldung in Waren noch am geringsten

VonThomas BeigangNeue Kredite für die Stadtkasse lassen die Schuldenlast im Heilbad wieder steigen. Aber andere Städte müssen mit ganz anderen Zahlen ...

VonThomas Beigang

Neue Kredite für die Stadtkasse lassen die Schuldenlast im Heilbad wieder steigen. Aber andere Städte müssen mit ganz anderen Zahlen kämpfen.

Waren.Der Traum, den Warens Bürgermeister Günter Rhein (SPD) einst hegte, zum Ende seiner Amtszeit die Stadt Waren schuldenfrei einem Nachfolger zu übergeben, ist geplatzt. Sogar das Gegenteil wird eintreten, wenn das langjährige Stadtoberhaupt am 31. Dezember den Schlüssel zu seinem Dienstzimmer an den Haken hängt. Denn beträgt die Last der kommunalen Schulden pro Einwohner der Stadt gegenwärtig noch rund 275 Euro, wie die Stadtkämmerin Wera Ulm zu Beginn der Woche bekannt gab, steigt die Zahl zum Ende des Jahres auf 330 Euro. Schuld daran sind neue Kredite, die wegen der Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben im aktuellen Haushalt neu aufgenommen werden mussten.
In der Nachbarstadt Malchow wäre man hingegen froh, den Stand der Schulden bereits auf eine solche Zahl heruntergedrückt zu haben. Denn jeder der knapp 6700 Einwohner der Inselstadt hat eine Last von rund 1889 Euro mit sich herumzuschleppen. Der Hauptgrund für die hohe Summe, so wird in Malchow erklärt, sei der Kredit in Höhe von elf Millionen Euro aus dem Jahr 2006 für den Kauf und die Sanierung des Gymnasium-Gebäudes.
Euro für Euro kämpft man sich in Röbel von den Schulden runter. Anfang des Jahres, so die Kämmerin Hannelore Guth, betrug die Pro-Kopf-Verschuldung in der kleinen Müritzstadt noch 576 Euro, verlaufe alles nach Plan, sinke die Zahl zum Jahresende auf 506 Euro. „Mit 300 000 Euro jährlich tilgen wir unsere Schulden. Seit 2004 mussten wir keine neuen Schulden machen.“ 1139 Euro beträgt die Verschuldung pro Einwohner in Penzlin, so der Finanzchef im Rathaus, Matthias Mahnke.

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