„PRO SCHIENE”

Protestmarsch zum Erhalt der Südbahn gestartet

Ein Protestmarsch bewegt sich auf die Landeshauptstadt zu: Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Schiene” sind am Montag in Parchim gestartet.
Petra Konermann Petra Konermann
Für den Erhalt der Südbahn zwischen Malchow und Parchim nehmen Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Schiene” von Parchim aus 42 Kilometer unter die Füße. Am Abend wollen sie in Schwerin ankommen.
Für den Erhalt der Südbahn zwischen Malchow und Parchim nehmen Mitglieder der Bürgerinitiative „Pro Schiene” von Parchim aus 42 Kilometer unter die Füße. Am Abend wollen sie in Schwerin ankommen. privat
Parchim.

Der Protest der Bürger richtet sich gegen die geplante Stilllegung des Südbahn-Teilstückes zwischen Malchow und Parchim. Die Eigentümerin dieser Gleise, die Regio Infra GmbH & Co. KG im brandenburgischen Putlitz, hatte im April angekündigt, die Trassen wegen fehlender Grundfinanzierung über ein Stilllegungsverfahren aufgeben zu wollen. Der Landtag hatte im April einen Dringlichkeitsantrag der Linken zum Erhalt der Strecke abgeschmettert.

„Wir fordern den Erhalt der Strecke”, so die Malchowerin Monika Göpper als Sprecherin der Bürgerinitiative „Pro Schiene” am Montag gegenüber dem Nordkurier. Denn wenn die Gleise stillgelegt oder gar abgerissen seien, dann sei es sehr schwer, sie wieder zu aktivieren, so Monika Göpper.

Gegen 18 Uhr Ankunft am Schloss

Der Protestmarsch hat sich am Montagmorgen vom Parchimer Bahnhof aus auf den Weg nach Schwerin gemacht. 42 Kilometer nehmen die Demonstranten unter die Füße. Gegen 18 Uhr wollen sie am Schweriner Schloss ankommen, erklärte Monika Göpper. Dort soll ein Protestcamp errichtet werden, auch die Übernachtung vor dem Schweriner Schloss ist geplant. „Denn wir wollen ein Gespräch mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, das sie uns bislang verweigert hat. Wir wollen, dass sie ihre Richtlinienkompetenz nutzt, um die Südbahn zu retten”, machte die Malchowerin die Forderungen der Bürgerinitiative „Pro Schiene” deutlich.

Ähnliches Modell schon benutzt

Unterstützung bekommen die Protestler unterdessen vom „Pro Bahn”-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V. In einer Presseerklärung plädierte dessen Landesvorsitzender Marcel Drews dafür, dass die Landkreise Ludwigslust-Parchim und Mecklenburgische Seenplatte einen Antrag beim Schweriner Verkehrsministerium zur Übernahme des Schienenpersonennahverkehrs zwischen Parchim und Malchow stellen. „Damit ist eine Rettung der Mecklenburgischen Südbahn möglich”, so Drews.

Dies sei das gleiche Modell, wo über den Seenplatte-Landkreis bereits der Streckenabschnitt zwischen Waren und Malchow gerettet werden konnte.

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