Revision eingelegt
Prozess gegen Drogenhändler geht weiter

Die Männer waren kurz vor Weihnachten verurteilt worden.
Die Männer waren kurz vor Weihnachten verurteilt worden.
Carina Goels

Trotz eines „Deals” vor dem Urteil gegen die Männer aus der Müritzregion haben nun alle Seiten Revision eingelegt. Nun geht der Fall an den BGH.

Die vom Landgericht Neubrandenburg verhängten mehrjährigen Haftstrafen gegen zwei Drogenhändler aus Waren und Möllenhagen werden wohl ein Fall für den Bundesgerichtshof. Obwohl das Urteil weitgehend einem vorher ausgehandelten „Deal” entsprach, haben alle Seiten Revision gegen das Urteil eingelegt, wie ein Gerichtssprecher in Neubrandenburg sagte. Die Kammer von Richterin Nicola Schmidt-Nissen hatte die 39 und 28 Jahre alten Männer kurz vor Weihnachten zu Haftstrafen von vier und drei Jahren verurteilt.

Bei Großrazzia aufgeflogen

Außerdem lehnte es die Kammer ab, die Haftbefehle aufzuheben. Die Männer waren im Juni bei einer Großrazzia an der Mecklenburgischen Seenplatte, in Nordbrandenburg und Hamburg aufgeflogen. Sie gestanden vor Gericht, von Mitte 2017 bis Juni 2018 mit großen Mengen Drogen gehandelt zu haben. In der Zeit wurden knapp 26 Kilogramm Marihuana, Amphetamine, Kokain, Ecstasy-Tabletten und Präparate zum Muskelaufbau besorgt und zum Teil verkauft. Ein Großteil wurde beschlagnahmt.

Bandenmäßiger Drogenhandel

Es soll zehn Komplizen geben, gegen die separat verhandelt werden soll. Als strafverschärfend für die beiden Haupttäter wurden das „sehr professionelle Vertriebssystem und die großen Drogenmengen” gewertet. Die Staatsanwältin hatte wegen bandenmäßigen Drogenhandels eine etwas höhere Haftstrafe, die Verteidiger geringere Strafen verlangt.