ZWEITER VERHANDLUNGSTAG

Prozess um zu Tode gepeitschte Sarah H. wird fortgesetzt

Im Prozess gegen den Lebensgefährten der getöteten Sarah H. aus Alt Rehse bei Neubrandenburg soll am Montag ein weiterer Zeuge vor Gericht gehört werden. Dabei sind bereits etliche grauenvolle Details bekannt.
Carina Göls Carina Göls
Im Prozess gegen Axel-Ingo G. aus Alt Rehse geht es am zweiten Prozesstag weiter. Der Fall der getöteten Sarah H. hatte bundesweit großes Aufsehen erregt.
Im Prozess gegen Axel-Ingo G. aus Alt Rehse geht es am zweiten Prozesstag weiter. Der Fall der getöteten Sarah H. hatte bundesweit großes Aufsehen erregt. Florian Ferber
Alt Rehse.

Der Prozess gegen den Lebensgefährten der getöteten Sarah H. aus Alt Rehse wird am 13. Februar um 10 Uhr am Landgericht Neubrandenburg fortgesetzt. An diesem zweiten öffentlichen Verhandlungstag wird ein weiterer Zeuge gehört werden, ein Polizist. Darüber informierte Gerichtssprecher Carl Christian Deutsch. Eine forensische Gutachterin, deren Kommen auch erwartet wurde, werde aber nicht erscheinen.

Schon am ersten Prozesstag Ende Januar hatte der spektakuläre Fall für großes Aufsehen gesorgt. Auch viele Alt Rehser waren gekommen, um Axel-Ingo G., zu sehen und zu hören. Doch der 51-Jährige hatte sich bedeckt gehalten. Unklar, ob das am Montag anders sein wird. Ein Zeuge hatte dem Gericht das Martyrium skizziert, das Sarah H. durchlebt haben muss, als der Angeklagte sie nackt mit den Händen ans Bett fesselte, ihre Haare festband und mit einer selbst gebauten Peitsche samt Lederfransen auf ihren ganzen Körper einschlug. Axel-Ingo G. selbst habe von „Druck ausüben” gesprochen, um herauszubekommen, was sie von ihm wolle. Trinken und Essen habe er ihr verweigert. Im Protokoll soll er selber das Wort „Folter” benutzt haben.

Dem Angeklagten aus Alt Rehse wird vorgeworfen, die 32-jährige Sarah H. so stark misshandelt zu haben, dass sie an den Folgen starb. Unabhängig davon, dass der Verteidiger Zweifel daran laut werden ließ, dass die Hausdurchsuchung seines Mandanten und auch die Vernehmung von Axel-Ingo G. aufgrund seines psychischen Zustands zulässig waren, weswegen er den Bundesgerichtshof eingeschaltet hat, wird die Verhandlung mit dem zweiten Prozesstag am Montag fortgesetzt. Ein Urteil soll frühestens am 1. März fallen.

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