In Friedas kleiner Scheune gibt es kleine und große, neue und alte Sachen, die das Herz erwärmen. Katja Schülk
In Friedas kleiner Scheune gibt es kleine und große, neue und alte Sachen, die das Herz erwärmen. Katja Schülke hat sich damit ihren Traum erfüllt. Ingmar Nehls
Katja Schülke hat jedes der Puppenhäuser selbst eingerichtet.
Katja Schülke hat jedes der Puppenhäuser selbst eingerichtet. Ingmar Nehls
In Friedas kleiner Scheune gibt es kleine und große, neue und alte Sachen, die das Herz erwärmen.
In Friedas kleiner Scheune gibt es kleine und große, neue und alte Sachen, die das Herz erwärmen. Ingmar Nehls
Museum und mehr

Puppenstuben, dies und das unterm Dach in Friedas kleiner Scheune

Ein fantasievolles Refugium aus Altem und Neuem lädt in der Seenplatte zum Schauen, Kaufen und Verweilen ein.
Darze

Ein altes Bauernhaus ist nicht genug, um die Lust am Gestalten zu stillen. Denn im Dachgeschoss von „Friedas kleiner Scheune“ stehen über 100 Puppenhäuser, die Katja Schülke nach ihren Ideen einrichtet. „Ich stelle mir vor, wer da wohnt und was für den wichtig ist“, sagt die Unternehmerin. 2016 hat die gebürtige Leipzigerin sich das Grundstück an der Malchower Chaussee in Altenhof/Darze (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) gekauft und sich im Mai 2017 mit dem Lädchen und dem Museum einen Traum erfüllt.

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Fünfter Geburtstag wird gefeiert

Am Samstag feiert sie den fünfjährigen Geburtstag ihres Geschäftes und freut sich auf viele Stammkunden und neue neugierige Besucher. Die Scheunentür hat sie von 11 bis 22 Uhr extra lange geöffnet. Manche zieht es zu ihrem Refugium raus, weil sie durch den Laden bummeln wollen, wo es viel zu entdecken gibt, was das Herz erfreut. Das ist das, womit die zweite Leidenschaft finanziert wird, die im Oberstübchen ihren Platz bekommt. Dort sind 56 Puppenstuben in Vitrinen ausgestellt.

Über 120 hat Katja Schülke davon schon gesammelt. Mit Ausnahme einiger weniger Sammlerstücke, die sie käuflich erworben hat, sind es alles Häuser, die irgendwo viele Jahre auf einem Dachboden standen und einstaubten. „Zum Glück hat es sich herumgesprochen, dass es in Mecklenburg ein Haus für die kleinen Häuser gibt. Das älteste stammt aus dem Jahr 1895 und wurde von der Firma Moritz Gottschalk Holzspielwarenfabrik aus Marienberg im Erzgebirge gebaut. Noch ist es gut verpackt in einem Karton gleich neben einem Puppenhaus, das einen DDR-Wohnblock nachempfunden wurde. Eine Rarität, der Katja Schülke schon 20 Jahre hinterherjagte. „Ich betreibe das einzige Puppenstubenmuseum in ganz Norddeutschland. Das macht mich schon ein wenig stolz“, sagt Katja Schülke.

In den Stuben sind bewusst keine Figuren zu sehen

Sie ist gerade dabei, einen weiteren Teil des Dachbodens umzubauen, sodass der als zusätzliche Ausstellungsfläche für das Museum genutzt werden kann. Dann sollen auch Engländer und Schweden neben den Schmuckstücken aus dem Erzgebirge glänzen. Mit dem Sammeln und Ausstellen holt sich Katja Schülke auch ein Stück Kindheit zurück. Ihr Puppenhaus musste die Mutter leider verkaufen bei einem Umzug. Ende der 90er Jahre kaufte sie ihr erstes Puppenhaus im Schloss Podelwitz. Dann wurden es mehr und der Traum von einem Museum formte sich und nach einer Station im Schwarzwald entdeckte sie das Domizil in Darze.

Als Kind gehörte „Der kleine Mann“ von Erich Kästner zu ihren Lieblingsbüchern. „Die Geschichte hat mich fasziniert“, erzählt sie begeistert. In ihren kleinen Häusern hat sie schließlich ganz bewusst keine Puppen reingesetzt. Jeder soll sich selbst Figuren erdenken, die dort leben.

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