ROWDY AUF ZWEI RÄDERN

Radlerin haut Radler-Chef aus dem Sattel

Nicht immer sind die Autofahrer die Bösen. Der Vize-Chef des Radler-Clubs in Mecklenburg-Vorpommern wird von einer Fahrradfahrerin gefährlich ausgebremst. Und das ausgerechnet in Warens erster und einziger Fahrrad-Straße.
Volker Schulz, der Vize-Chef vom ADFC des Landes, am Tag eins nach dem Unfall. Noch würde das Radfahren schmerzen, gibt der Schweriner zu.
Volker Schulz, der Vize-Chef vom ADFC des Landes, am Tag eins nach dem Unfall. Noch würde das Radfahren schmerzen, gibt der Schweriner zu. Thomas Beigang
Waren ·

In der Gerhart-Hauptmann-Allee, wo motorangetriebene Fahrzeuge verboten sind – nur die Leute, die hier wohnen, dürfen die Straße befahren – kam dem Schweriner Fahrrad-Lobbyisten Volker Schulz am Donnerstag eine Radlerin ins Gehege. 

Schulz: „Die wich einem illegal hier parkenden Auto aus, fuhr eine Weile auf dem Fußweg und rauschte dann ganz unvermittelt wieder auf die Fahrrad-Straße. Ich musste bremsen, um einem Zusammenstoß auszuweichen und landete auf dem Asphalt.“ Er müsse jetzt wohl, fürchtet das Unfallopfer, zum Arzt. Die Schmerzen seien doch zu stark.

Schulz zeigt die Verletzungen, die er bei einem Sturz in Waren erlitten hat: Abschürfungen an Knie und Wade und Prellungen, die über Nacht blau und gelb geworden sind. 

Chef appelliert an eigene Leute

Der Radler-Chef will die Gelegenheit nutzen und appelliert an „seine“ Leute, nicht nur über Autofahrer zu schimpfen, sondern sich selbst auch rücksichtsvoller zu bewegen.

Fußwege, so Volker Schulz, seien eben nur für Fußgänger gebaut worden, dort haben Radler nichts zu suchen. Und auch den berühmten „Schulterblick“, der Autofahrern in der Fahrschule ständig eingebleut werde, könnten sich Radfahrer ruhig angewöhnen, wenn sie mal die Spur wechseln.

 

 

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