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Rechte Demos: Imageschaden für Waren

Fordern eine "totale Distanzierung" von rechten Auswüchsen: Cornelia Runge (links) und Sabine Handy.
Fordern eine "totale Distanzierung" von rechten Auswüchsen: Cornelia Runge (links) und Sabine Handy.
Andreas Becker

Cornelia Runge und Sabine Handy sind sauer. Richtig sauer. Im täglichen Ringen um das Wohlbefinden von Gästen und Urlaubern müssen die beiden engagierten Frauen aus dem Haus des Gastes gegen mächtige Vorurteile ankämpfen.

 Am Dienstag dieser Woche wäre Sabine Handy fast der Kragen geplatzt. „Wir präsentieren als Tourist-Information unser Waren in allen Gesprächen, Broschüren und auf den Reisemessen als weltoffen und freundlich – und dann stehen genau vor dem Haus des Gastes ein paar rechtsradikale Hansel und verkünden ihre ausländerfeindlichen Parolen. Das ist mittlerweile total imageschädigend für unsere Stadt.“ Handys Kollegin, Tourist-Informations-Leiterin Cornelia Runge, ergänzt: „Es rufen wirklich potenzielle Gäste an, die von NPD-Demonstrationen in Waren gehört haben und jetzt ihren Urlaub an der Müritz stornieren wollen. Das ist frustrierend.“

Vor diesem Hintergrund appellieren Runge und Handy an alle Warener, sich „total von allen rechten Kräften zu distanzieren. Die historischen Fakten dürfen wir einfach nicht leugnen. Wir dürfen uns unser Waren nicht kaputt machen lassen.“ Im Gegenzug versucht das Team von der Tourist-Info, immer weiter eine Willkommenskultur vor zuleben. Zusätzlich gibt es auch Info-Flyer in mehreren Sprachen.