NACH TANKUNFALL

Reederei räumt Fehler ein und gelobt Besserung

150 Liter Diesel sind Anfang der Woche in das Hafenbecken in Waren geflossen. Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Nun wollen die Verantwortlichen mit technischen Maßnahmen das Gewässer schützen.
dpa
Nach dem Vorfall am Dienstag hatte die Stadtverwaltung mit einem Hafenverbot für die "Gretha van Holland" von 2018 an gedroht.
Nach dem Vorfall am Dienstag hatte die Stadtverwaltung mit einem Hafenverbot für die „Gretha van Holland” von 2018 an gedroht. NK-Archiv
Waren.

Der Diesel-Unfall beim Betanken eines Flusskreuzfahrtschiffes in Waren an der Müritz ist durch einen Mitarbeiter der Crew verursacht worden. Das haben der Betreiber und der Schiffseigentümer der „Gretha van Holland” am Freitag mitgeteilt. Durch „menschliches Versagen” waren am Dienstag rund 150 Liter Diesel in das Hafenbecken an der Müritz geflossen. Eine Spezialfirma wurde beauftragt, den Dieselkraftstoff zu binden und abzupumpen. Die Wasserschutzpolizei ermittelt wegen Gewässerverunreinigung.

Reederei will technische Maßnahmen zum Gewässerschutz ergreifen

Nach dem Vorfall hatte die Stadtverwaltung dem Veranstalter mit einem Hafenverbot für das Schiff von 2018 an gedroht, weil dies nicht der erste Vorfall dieser Art gewesen sein soll. „So etwas wie am Dienstag können wir nicht mehr dulden”, sagte Bürgermeister Norbert Möller (SPD) unter Verweis auf den Status von Waren als Heilbad.

Die Reederei wolle darauf reagieren, hieß es vom niederländischen Eigentümer. Zur Sicherung des Gewässerschutzes sollen technische Maßnahmen erfolgen, die über die jetzigen Auflagen noch hinausgehen. So sollen solche Vorfälle künftig verhindert werden. Das 40 Meter lange Schiff fährt seit etwa 17 Jahren zwischen Berlin, Rheinsberg, Waren und Schwerin hin und her und ist nicht das einzige Schiff an der Müritz des Betreibers SE-Tours GmbH Bremerhaven.

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