Prozess geht weiter
Revision im Drogenprozess gegen Warener eingelegt

Der Urteilsspruch missfällt Angeklagtem und Staatsanwalt.
Der Urteilsspruch missfällt Angeklagtem und Staatsanwalt.
Uli Deck

Im Prozess wegen bandenmäßigen Drogenhandels haben sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der 30-jährige Verurteilte aus Waren Rechtsmittel eingelegt.

Anfang April ist ein 30-jähriger Warener wegen Beihilfe zum Drogenhandel zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Doch der Prozess wird in die nächste Runde gehen. Wie Christian Weidlich, Sprecher des Landgerichts Neubrandenburg, am Mittwoch mitteilte, haben sowohl der Verurteilte als auch die Staatsanwaltschaft Revision beantragt. Beide Seiten stören sich am Strafmaß – immerhin hatte die Staatsanwaltschaft viereinhalb Jahre beantragt, der Verteidigung war das Urteil zu hart.

Der 30-Jährige war Teil einer Bande von etwa zehn Leuten, die im Juni 2018 bei einer Razzia in der Seenplatte, in Hamburg und Brandenburg aufflog. Die beiden Haupttäter wurden zu Haftstrafen von drei und vier Jahren verurteilt. Ein weiteres Mitglied erhielt ein Jahr und neun Monate auf Bewährung.