DER KREIS RECHNET NOCH

Röbel fehlen fast 60 Kita-Plätze

Die Stadt hat ein Kita-Problem. Nun überlegt das DRK eine neue zu bauen. Doch der Landkreis muss dafür erst den Bedarf feststellen. Das dauert noch Monate.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Was mit der einstigen Förderschule passiert ist noch unklar. Das DRK möchte dort eine Kita bauen. Der Bedarf scheint da zu sein, auch wenn der Landkreis das noch nicht bestätigt hat.
Was mit der einstigen Förderschule passiert ist noch unklar. Das DRK möchte dort eine Kita bauen. Der Bedarf scheint da zu sein, auch wenn der Landkreis das noch nicht bestätigt hat. Nadine Schuldt
Röbel.

In Röbel fehlen derzeit 59 Kita-Plätze, um den Bedarf zu decken. „Zwei Kitas sind belegt“, sagt Annett Schulz, verantwortlich für das Thema Kita in der Röbeler Verwaltung. In einer dritten seien zwar Plätze frei, doch sie können nicht besetzt werden, denn es gebe derzeit nicht genügend Erzieher. „Der Betreuungsschlüssel muss aber eingehalten werden“, erklärt Schulz. Viele Röbeler Eltern müssen ihre Kinder nun zu Kitas in den Dörfern oder zu Tagesmüttern bringen.

Das Deutsche Rote Kreuz hat Pläne, um die Situation zu entspannen. Doch die dürften erst in einigen Jahren greifen. Der Sozialverband will das Grundstück der ehemaligen Förderschule kaufen und dort u. a. eine Kita eröffnen. Darüber informierte Röbels Bürgermeister Andreas Sprick (CDU) nun die Mitglieder des Kulturausschusses. Er freue sich, dass an dem Standort eine Kita entstehen könnte.

Doch darüber entscheidet zunächst der Landkreis mit seiner Kita-Bedarfsplanung. Diese sei laut Kreissprecherin Haidrun Pergande noch in vollem Gange. Noch im August 2016 teilte der Kreis auf Nordkurier-Nachfrage mit, keine akute Kita-Platz-Not in Röbel zu sehen. Dabei hatten sich Eltern nach eigenem Bekunden schon in Wartelisten einschreiben müssen. „Die Ergebnisse werden dem Jugendhilfeausschuss im September 2017 vorgelegt“, teilt Pergande mit.

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