Für das geplante Begegnungs- und Grundschulzentrum „Werner Schinko“ fließen Fördergelder, doch der
Für das geplante Begegnungs- und Grundschulzentrum „Werner Schinko“ fließen Fördergelder, doch der Anteil der Stadt liegt trotzdem über zwei Millionen Euro. Miriam Brümmer
Investition Bildung

Röbel muss 2,3 Millionen Euro für neues Schulzentrum berappen

Damit aus der Grundschule das „Werner Schinko“-Begegnungs- und Grundschulzentrum werden kann, muss die Stadt einen hohen Eigenanteil zahlen. Die Kosten betragen insgesamt über sechs Millionen Euro.
Röbel

Die Sanierung der Röbeler Grundschule und die Umwandlung zum Begegnungs- und Grundschulzentrum (BGZ) „Werner Schinko“, kostet Geld – sehr viel Geld. Insgesamt sind dafür Gesamtausgaben von etwa 6,1 Millionen Euro geplant. Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung informierte der Kämmerer Matthias Mahnke, dass der aktuelle Finanzierungsplan einen Eigenanteil von 3,8 Millionen Euro vorsieht. Davon werden etwa 1,5 Millionen Euro vom Land Mecklenburg-Vorpommern gefördert.

Weitere etwa 100.000 Euro steuert der Landkreis bei, weil die Röbeler Volkshochschule nach der Sanierung ebenfalls im BGS ihr neues Domizil bekommen soll – mit separatem Eingang. Derzeit ist sie im Jugendhaus in der Predigerstraße untergebracht. Damit schrumpft der Eigenanteil der Stadt etwas. Übrig bleiben dennoch beachtliche 2,3 Millionen Euro, die aus dem Stadtsäckel gezahlt werden sollen.

Extra-Kosten muss Röbel bezahlen

Die Übernahme dieser Summe als städtischer Eigenanteil für die Sanierung des Gebäudes wurde von den Stadtvertretern bestätigt. „Es ist ein wunderbares Zeichen, auch wenn es die Stadt viel Geld kostet. Es ist Geld für die Zukunft, für die Kinder und für die Infrastruktur unserer Stadt“, sagte der Präsident der Stadtvertretung Hans-Dieter Richter (SPD). „Wir sichern damit den Schulstandort und das ist sicher im Interesse aller, dass die Kinder gute Schulbedingungen vorfinden“, hieß es von den Entscheidungsträgern. Das sei nichts, was nebenbei gemacht werden könnte. Deshalb werde das Projekt nicht nur von der Stadt als Schulträger, sondern auch von Schule, Hort und alle anderen Beteiligten mitgetragen. Vorgesehen ist, neben der Volkshochschule auch den Seniorenbeirat der Stadt und den Sozialen Ortsverband im BGZ unterzubringen und damit dem Namen Begegnungszentrum gerecht zu werden.

Übrig bleiben die 2,3 Millionen Euro, die aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereich Sport, Jugend und Kultur“ finanziert werden. Sollten im Laufe der Bauausführung zusätzliche Ausgaben entstehen, sind diese Kosten ebenfalls von der Stadt Röbel zu stemmen.

Parkplatz derzeit nicht nutzbar

Erste Arbeiten wie beispielsweise an den Außenanlagen wurden bereits vorgenommen und die Fenster ausgewechselt. Derzeit wird die Schmutz- und Regenwasserleitung komplett erneuert. In den Ferien sollen unter anderem die sanitären Anlagen im Anbau abgerissen werden, um die Einschränkungen für den laufenden Schulbetrieb so gering wie möglich zu halten, teilte Stadtsprecher Karsten Thorun mit. Für diese Zeit sollen Toilettencontainer im Eingangsbereich zur Aula bereitgestellt werden. „Alle Maßnahmen finden in Absprache mit der Schulleitung und dem Hort statt.“ Schule und Hort seien außerdem feste Partner bei den Bauberatungen. Es werde nicht an der Schule vorbeigearbeitet, betonte der Stadtsprecher.

Genauso sei über verkehrstechnische Einschränkungen informiert worden. So ist der Parkplatz vor der Schule derzeit weder für Lehrer am Tage noch für Anwohner in der Nacht nutzbar, da hier der Baustellenbereich unter anderem als Materiallager benötigt wird. Die Zufahrt zur Schulstraße sei nur noch für Anlieger und den Schulbusverkehr erlaubt, so der Pressesprecher.

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