ZIERBIRNE AUS CHINA

Röbels neue Bäume jetzt schon fit fürs Klima der Zukunft

Röbel setzt die Säge an und fällt Bäume in der Stadt. Manche exotischen Ersatz-Pflanzungen sind sehr hitzeverträglich und resistent gegen Trockenheit.
Nadine Schuldt Nadine Schuldt
Die Chinesische Wildbirne gilt als sturmfest und dürreresistent.
Die Chinesische Wildbirne gilt als sturmfest und dürreresistent. Famartin / CC-Lizenz: BY-SA / Wikimedia Commons
Nicole Wernecke ist die Baumsachverständige in Röbel und weiß, welchen Bäumen es gut und welchen es nicht
Nicole Wernecke ist die Baumsachverständige in Röbel und weiß, welchen Bäumen es gut und welchen es nicht so gut geht. Nadine Schuldt
Röbel.

In Röbel kommt es ab Oktober zu Baumfällungen. Das teilte Röbels Bürgermeister Andreas Sprick in der Röbeler Stadtvertretersitzung mit.„Es werden um die zehn abgestorbene Bäume sein”, konkretisierte Nicole Wernecke, Baumsachverständige der Stadt Röbel, auf Nachfrage.

Bei den abgestorbenen Bäume habe es schon stärkere Vorschäden gegeben, wodurch die Bäume geschwächt gewesen seien und abstarben, so Sprick. Bei weiterhin anhaltender Trockenheit sei in den Folgejahren mit einem erhöhten finanziellen Bedarf für die Baumpflege im Stadtgebiet zu rechnen, fügte der Bürgermeister hinzu.

Zukunftsbaum ist sturmfest, frosthart, hitzeverträglich

Klar ist jedoch, dass sich die Baumpflege-Maßnahmen auf das gesamte Stadtgebiet verteilen werden. Im Herbst kommen 15 „Chinesische Wildbirnen” in die Erde. „Die Sorte wird auch als ,Zukunftsbaum' bezeichnet, weil sie viele positive Eigenschaften besitzt”, erläuterte Wernecke. Die Wurzeln können überpflastert werden und heben die Gehweg-Belege nicht an. Aufgrund ihrer tiefen Wurzeln und der schmalen Krone gelte die Chinesische Wildbirne auch als sturmfest. „Der Baum ist frosthart, stadtklimafest und sehr hitzeverträglich”. Seine weißen Blüten dienen Insekten zur Nahrungsaufnahme und ihre kleinen Birnchen seien teilweise Futterquelle für Vögel, zählte Nicole Wernecke weitere Vorteile auf.

Die Pflanzungen sind nicht gerade billig. Wie Nicole Wernecke mitteilte, werden für eine Chinesische Wildbirne mit einem Stammumfang von 16 bis 18 Zentimeter 320 Euro fällig. Auch in der Mirower Straße sollen neue Bäume gepflanzt werden. Dabei handele es sich um Ausgleichspflanzungen eines Unternehmens. Die Baumart sei noch nicht klar. Es stehen wiederum die Chinesische Wildbirne oder die Schwedische Maulbeere zur Auswahl.

 

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