Baumpflanzungen

Rotbuchen sollen für besseres Klima sorgen

Noch sind die Buchen klein, die erst vor kurzem im Wald von Kieve gepflanzt wurden. Und doch wird Großes von ihnen erwartet: Dass sie mit dafür sorgen, die Kiefernwälder gesund zu erhalten.
Petra Konermann Petra Konermann
Die beiden Forstwirte Heiko Mehner und Beate Junker setzen kleine Rotbuche unter die alten Kiefern im Revier Kieve. Die Laubbäume sollen die Gesundheit der Kiefern verbessern helfen. Foto: Petra Konermann
Die beiden Forstwirte Heiko Mehner und Beate Junker setzen kleine Rotbuche unter die alten Kiefern im Revier Kieve. Die Laubbäume sollen die Gesundheit der Kiefern verbessern helfen. Foto: Petra Konermann Petra Konermann
Dirk Lauterbach ist Revierförster in Kieve. Foto: Petra Konermann
Dirk Lauterbach ist Revierförster in Kieve. Foto: Petra Konermann Petra Konermann
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Kieve.

Seit Herbst 2017 bereits sind die Mitarbeiter des Forstamtes Wredenhagen damit beschäftigt, Kiefern-Monokulturen „umzubauen”, wie Revierförster Dirk Lauterbach erklärt. Fast 19 Hektar sollen insgesamt bis Ende 2019 mit Rotbuchen als „Unterbau” bepflanzt werden. In diesem Herbst sollen rund 6,8 Hektar geschafft werden.

Mit rund 2500 Bäumchen pro Hektar rechnet der Revierförster, etwas mehr als 40 000 Bäumchen werden Heiko Mehner, Beate Junker und ihre Kollegen dann im Revier Kieve bis 2019 gesetzt haben. Immer hinein in Monokulturen. Die Kiefern dort sind rund 70 Jahre alt und wurden kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gepflanzt.

Kein Vorwurf an die Vorgänger

Einen Vorwurf will Förster Lauterbach seinen Vorgängern wegen dieser eintönigen Bepflanzung nicht machen. „Damals hatte man kaum andere Setzlinge. Hinzu kommt, dass die Kiefer ein Baum ist, der eher auf den sandigen Böden gedeiht, die wir hier haben”, erklärt der Fachmann.

Trotzdem brauchen die Kiefern Hilfe, einen besseren Boden, mehr Vielfalt rings um ihre Stämme. Denn Tiere bedrohen die Gesundheit des Waldes: Kiefernspanner und Kiefernspinner beispielsweise setzen den Bäumen zu. Treten die Raupen dieser Falter massenhaft auf, können sie durch Kahlfrass ganze Baumbestände vernichten.

Laubbäume sorgen für Stabilität

Die Laubbäume, die nun ins Unterholz gepflanzt werden, sollen künftig für eine höhere ökologische Stabilität sorgen, und zum Beispiel durch ihre im Herbst abfallenden Blätter Nährstoffe in den Boden bringen. „Wir erwarten ein anderes, ein besseres Waldklima”, meint der Revierförster.

 

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p.konermann@nordkurier.de