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Roter Awo-Chef schiebt Schwarzen Peter weiter

Rudi Borchert faltet sich seine eigene Awo-Welt.
Rudi Borchert faltet sich seine eigene Awo-Welt.
Axel Heimken

Nachdem der Awo-Landeschef in der Awo-Affäre monatelang abgetaucht war und jede Nordkurier-Anfrage abgewehrt hatte, hat Rudi Borchert sein Schweigen gebrochen – indem er sich für sein eigenes Awo-Mitgliederblatt quasi selbst interviewt hat.

Nur wenige Wochen vor der zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen dem Awo-Kreisverband Müritz und dessen Ex-Geschäftsführer Peter Olijnyk vor dem Landgericht Neubrandenburg hat Rudi Borchert in seinem Frage-und-Antwort-Spiel die aus seiner Sicht Schuldigen ausgemacht. „Der Geschäftsführer (Peter Olijnyk, d. Red.) und der Kreisvorsitzende (Götz-Peter Lohmann, d. Red.) haben ihre Funktionen systematisch zu ihrem Vorteil missbraucht.“ Dieser „Skandal von Waren“ sei laut Borchert durch einen von der Awo beauftragten Prüfbericht durch eine Neustrelitzer Anwaltskanzlei dokumentiert worden.

Millionen für die Wohlfahrtsverbände

Im Interview mit dem Mitgliedsblatt „Awo Info“ hat der langjährige SPD-Landtagsabgeordnete aus Waren aber noch einen weiteren Schuldigen ausgemacht – den Nordkurier. Der würde versuchen, „populistische Ressentiments zu mixen und einen Awo-Sumpf herbeizuschreiben“. Borchert im Awo-fragt-Awo-Chef-Interview: „Die Begründung für den Untersuchungsausschuss des Landtages beruht fast ausschließlich auf der Berichterstattung des Nordkurier.“

Der von Borchert angesprochene Untersuchungsausschuss wurde auf Antrag der AfD-Fraktion gegen den Widerstand von großen Teilen der etablierten Parteien im Landtag eingesetzt, um die grundsätzliche Finanzierung und Transparenz von Wohlfahrtsverbänden auf den Prüfstand zu stellen. Denn: Jährlich kassieren die Verbände Millionen an Steuergeldern. Oftmals ohne Belege für Sinn und Zweck, so die Kritiker.

 

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