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Rumgeeier auf der Krümmeler "Eierstraße" ist vorbei

Während der Abnahme: Vertreter des Planungsbüros, des Landkreises, des Baubetriebes und natürlich der Bürgermeister überzeugten sich davon, dass die Arbeiten ordentlich ausgeführt wurden.
Während der Abnahme: Vertreter des Planungsbüros, des Landkreises, des Baubetriebes und natürlich der Bürgermeister überzeugten sich davon, dass die Arbeiten ordentlich ausgeführt wurden.
Elke Enders

Seit Jahrzehnten war das Fahren auf der Strecke zwischen Krümmel und Lärz ein einziges Rumgeeier. Doch die Straßenmisere ist nun Geschichte, nicht nur Eierfabrikanten können aufatmen.

"Das nächste Ostern ist gesichert", sagte Herbert Fitze vom Bauamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Regionalstelle Waren, amüsiert. Wobei er von der sogenannte Eierstraße sprach. Denn am Dienstag Vormittag war Bauabnahme für die einst so marode Fahrbahn zwischen Krümmel und Lärz, die nun für den Verkehr frei gegeben ist.

Drei Kilometer lang, hatten die Autofahrer seit Jahrzehnten mit holprigem Kopfsteinpflaster zu kämpfen. Einseitig mit Asphalt überzogen, war schon zu DDR-Zeiten ein Provisorium geschaffen worden, das auch verkehrstechnisch Risiken barg. Fuhren doch die Verkehrsteilnehmer beider Richtungen auf dem schmalen Asphaltstreifen, so dass es an den Kurven gefährliche Berührungspunkte gab.

Bauarbeiten gehen weiter

Damit ist nun Schluss. Nach Jahren des Wartens wurde die Strecke seit Oktober binnen kürzester Zeit auf Kreisstraßen-Breite von 5,50 Meter ausgebaut. Eine große Party soll es dennoch nicht geben, noch nicht. "Die Freude überwiegt ganz klar, und es ist schön, dass wir es endlich geschafft haben", sagte Bürgermeister Hartmut Lehmann (CDU). Ehe aber gefeiert wird, soll auch das übrige Stück, die Ortsdurchfahrt Krümmel und weiter in Richtung Troja, noch erneuert werden. "Wir sind optimistisch, dass wir nächstes Jahr weiter machen", kündigte Herbert Fitze an.

Der Name "Eierstraße" war in den zurückliegenden Jahren geprägt worden, weil ansässige Betreiber von Legehennenfarmen beanstandeten, dass die Eier beim Transport auf der unebenen Straße häufig kaputt gingen.

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