HUNDE-KOT AUF TEPPICH

Saustall-Vorwürfe gegen Ex-Minister Krause

Erst lebte Ex-Minister Günther Krause (CDU) ein Jahr lang in einer Villa, die er nicht bezahlt hatte – jetzt klagen die Besitzer: Krause habe das Haus wie einen Saustall hinterlassen. Die Rede ist sogar von Kotflecken.
Thomas Krause Thomas Krause
Laut Anwalt Arne Trimpop ist die obere Etage des Landhauses verwüstet worden (Montage). Klicken Sie für ein Bild des Teppichs auf "Weiter".
Laut Anwalt Arne Trimpop ist die obere Etage des Landhauses verwüstet worden (Montage). Klicken Sie für ein Bild des Teppichs auf „Weiter”. Thomas Krause / DPA
Der Teppich in diesem Raum weist erheblich Flecken auf.
Der Teppich in diesem Raum weist erheblich Flecken auf. Arne Trimpop
Fincken.

Jetzt wird’s eklig: Ex-Bundesverkehrsminister Günther Krause (CDU) und seine Frau sollen bei ihrem unfreiwilligen Auszug aus dem Landhaus bei Fincken einen regelrechten Saustall hinterlassen haben. Wie jetzt bekannt wurde, sollen die Teppichböden in der oberen Etage des Hauses größere Schäden aufweisen als anfangs gedacht. Laut Medienberichten soll sich der Schaden auf etwa 20.000 Euro belaufen.

Arne Trimpop, Anwalt der Eigentümer-Familie Szustak, sagte am Donnerstag gegenüber dem Nordkurier, dass es so aussehe, als ob die Hunde der Familie Krause dort regelmäßig ihren Kot abgelassen hätten. „Es wirkt wirklich, als ob Mietnomaden dort gelebt haben. Das ist unglaublich”, sagte der Hamburger Rechtsanwalt. Ein Sachverständiger soll jetzt den genauen Schaden beziffern.

Bei der Schlüsselübergabe am Montag hatten Trimpop und Krauses Anwalt Peter-Michael Diestel zunächst nur die untere Etage des Hauses inspiziert. Trimpop war später noch einmal allein in das Haus gegangen und hatte dabei die Schäden an den Teppichböden entdeckt.

Krauses Anwalt: Frage der Beweisführung

Peter-Michael Diestel sagte auf Nachfrage des Nordkurier, dass er von diesen Schäden keine Kenntnis habe, weil er ja beim Rundgang durch das Haus diese Räume nicht gesehen habe. „Ich habe jetzt die Fotos gesehen, es sind in der Tat erhebliche Schäden zu sehen”, sagte Diestel. Zu klären sei jedoch, ob die Schäden bereits vorher vorhanden gewesen sind. „Dann wäre es am Ende eine Frage der Beweisführung”, so der Anwalt, der erst am Vortag damit Schlagzeilen gemacht hatte, dass Unbekannte seine Hochsitze bei Zislow angezündet hatten.

Nach einem Beschluss des Neubrandenburger Landgerichts mussten Krauses aus dem komfortablen Landhaus im Finckener Ortsteil Knüppeldamm ausziehen, weil sie die Kaufsumme von gut 460.000 Euro nach einem Jahr noch nicht bezahlt hatten. Krause war zuvor schon mehrfach in die Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen Insolvenzverschleppung.

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