AUF UNTIEFE AUFGELAUFEN

Schiff darf nach Unfall wieder fahren

Taucher und ein Experte haben das Warener Fahrgastschiff, das sich vor einer Woche in der Müritz festgefahren hatte, untersucht. Der Kapitän muss mit einem Bußgeld rechnen.
Andreas Segeth Andreas Segeth
Vor Waren gibt es eine Untiefe namens "Warener Berg", die mit einer Boje gekennzeichnet ist.
Vor Waren gibt es eine Untiefe namens „Warener Berg”, die mit einer Boje gekennzeichnet ist. NK ARCHIV
Waren.

Knapp eine Woche nach dem Unfall eines Fahrgastschiffes auf der Binnenmüritz vor Waren darf das betroffene Schiff wieder fahren. Die Untersuchung durch Taucher und einen Sachverständigen habe ergeben, dass keine nennenswerten Schäden an Rumpf und Ruder bestehen, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Donnerstag. Damit kann die Reederei ihre bestellten Fahrten zu Jahresende absolvieren.

Der 60 Jahre alte Kapitän hatte das mehr als 30 Meter lange Schiff in die durch Signaltonnen gesicherte Untiefe „Warener Berg” gesteuert, wo es sich am 7. Dezember abends am Grund festfuhr. Dort hätte der Mann aber nicht hinfahren dürfen, erklärte die Wasserschutzpolizei. Es waren 21 Passagiere an Bord, die von einem anderen Schiff übernommen und an Land gebracht werden mussten.

Erst musste Ballast abgeworfen werden

An der einzigen Untiefe im Nordteil der Müritz ist das Wasser wegen des trockenen Sommers und Herbstes derzeit nur einen Meter tief. Das Schiff hat aber einen höheren Tiefgang. Nach dem Abwerfen von Ballast konnte das Unfallschiff mit Hilfe eines anderen Schiffes wieder freigeschleppt werden. Der Verantwortliche der Reederei müsse mit einem Bußgeldverfahren rechnen, heißt es. Mit Untiefe ist in diesem Fall eine sehr flache Stelle im Wasser gemeint.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Waren

zur Homepage