PETITION AN DER WARENER BERUFSSCHULE

Schülerwunsch erfüllt sich schneller als gedacht

Das Regionale Berufliche Bildungszentrum verabschiedet sich in der kommenden Woche zwar noch nicht in die Ferien, dafür aber in den Distanzunterricht bis 8. Januar. Schüler regten das an. Der Kreis erfüllte diesen Wunsch dann schneller als gedacht.
Wöchentlich war das Berufsbildungszentrum mit dem Landkreis in Kontakt, um die Corona-Fallentwicklung einzuschätzen.
Wöchentlich war das Berufsbildungszentrum mit dem Landkreis in Kontakt, um die Corona-Fallentwicklung einzuschätzen. Da der Inzidenzwert im Kreis über 100 liegt, signalisierte das RBB sein Interesse an Distanzunterricht in der letzten Schulwoche im Jahr 2020. Nur Stunden zuvor brachten Schüler eine Online-Petition auf den Weg. Uli Deck
Wöchentlich war das Berufsbildungszentrum mit dem Landkreis in Kontakt, um die Corona-Fallentwicklung einzuschätzen.
Wöchentlich war das Berufsbildungszentrum mit dem Landkreis in Kontakt, um die Corona-Fallentwicklung einzuschätzen. Da der Inzidenzwert im Kreis über 100 liegt, signalisierte das RBB sein Interesse an Distanzunterricht in der letzten Schulwoche im Jahr 2020. Nur Stunden zuvor brachten Schüler eine Online-Petition auf den Weg. Repro Susann Salzmann
Das Regionale Berufsbildungszentrum (RBB) in Waren: Dort soll es vor Weihnachten Fernunterricht geben.
Das Regionale Berufsbildungszentrum (RBB) in Waren: Dort soll es vor Weihnachten Fernunterricht geben. Stephan Radtke
Das Regionale Berufsbildungszentrum (RBB) in Waren: Dort soll es vor Weihnachten Fernunterricht geben.
Das Regionale Berufsbildungszentrum (RBB) in Waren: Dort soll es vor Weihnachten Fernunterricht geben. Stephan Radtke
Waren ·

So schnell haben sich Schülerwünsche wohl noch nie erfüllt: Kaum hatte eine Schülerin des Regionalen Berufsbildungszentrums (RBB) in Waren eine Online-Petition auf den Weg gebracht, um den ursprünglich geplanten Präsenzunterricht in der kommenden Woche vom 14. bis zum 18. Dezember in Distanzlernen umzuwandeln, da wurde das Ansinnen auch schon erhört. Erhört, weil das RBB einen Antrag beim Gesundheitsamt des Kreises stellte und dieser angesichts steigender Corona-Fallzahlen seinen Segen für das Vorhaben gab.

„Ein gutes Signal”

Für Birgit Köpnick, Schulleiterin der Berufsschule, kam die von Schülern ins Leben gerufene Petition nicht überraschend. Zuvor gingen Briefe bei der Schulleitung ein, in denen für die Distanzbeschulung geworben wurde. Im Schulhaus wurden Unterschriften gesammelt, so die Leiterin. Das Engagement, das einige der aktuell rund 1500 am RBB lernenden Schüler an den Tag legten, sei gut, wertschätzte die Direktorin. „Das ist ein gutes Signal, dass unser digitaler Unterricht funktioniert und bei den Schülern ankommt“, sagte Köpnick dem Nordkurier.

In der 25. Allgemeinverfügung des Landkreises ist geregelt, dass die Entscheidung über Präsenz- oder Distanzunterricht bei den Schulleitungen liegt, teilte Kreis-Sprecherin Haidrun Pergande mit. Bereits am Mittwoch hatte die RBB-Schulleitung gegenüber dem Landkreis signalisiert, dass ab der kommenden Woche alle Ausbildungsrichtungen des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums in Distanz unterrichtet werden sollen.

Zweiter Corona-Fall

Nachdem es kürzlich einen Corona-Fall an der Schule gab, kam laut Schulleiterin Köpnick inzwischen ein zweiter Fall im Unterricht dazu. Zahlreiche Lernende wurden bereits in der Ferne – teilweise auch über Landkreisgrenzen hinweg – beschult. Nach ihren Aussagen befanden sich an den beiden Schulstandorten in Waren und Malchin bislang 435 Schüler im Distanzunterricht. Insgesamt 305 Eleven, die am RBB unter anderem eine fachgymnasiale Qualifizierung ablegen wollen und bisher vor Ort unterrichtet worden, brauchen die Schulgebäude ab Montag vorerst bis zum 8. Januar nicht zu betreten. „Das sind jetzt noch einmal 16 Klassen der Vollzeitausbildung, die wir in den Distanzunterricht schicken“, rechnete Köpnick vor.

Sorge um die Familie

Die Warener Schülerin Rebecca Rudorf war eine derjenigen, die die Petition auf den Weg brachten: „In Anbetracht der Tatsache, dass es bereits den zweiten bestätigten Corona-Fall an unserer Schule gab und damit Quarantänemaßnahmen für mehrere Klassen und Lehrer einhergingen, fühlen wir uns im Schulalltag nicht mehr sicher und ausreichend geschützt“, heißt es darin. Neben anderen Gründen brachten die Schüler das Argument vor, dass zwischen dem letzten Schultag und den Feiertagen nicht genügend Zeit sei, um eine Infektion mit Corona vollkommen ausschließen und damit sichergehen zu können, den engsten Familienkreis nicht zu infizieren.

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