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„Schulcampus Röbel“ ist nun amtlich

Alles klar am Campus? Diese Jungs und Mädels können mit dem neuen Namen gut leben.
Alles klar am Campus? Diese Jungs und Mädels können mit dem neuen Namen gut leben.
Elke Enders

650 Schüler unter einem Einrichtungs-Dach: Das ist schon eine beachtliche Hausnummer, die die Stadt Röbel aufzuweisen hat. Jetzt hat das neue Schulgebilde auch einen Namen.

Soviel vorweg: Eine extra Feierstunde wird es nicht mehr geben. „Wir haben ja zum Schuljahresbeginn unseren großen Festakt gehabt“, sagt Schulleiter Hans-Dieter Richter. Doch ein feierliches Moment war es allemal, als die Röbeler Stadtvertreter mit ihrem Beschluss am Dienstagabend das besiegelten, was der Umbildung der Schullandschaft in Röbel das I-Tüpfelchen aufsetzt: Das ehemalige Joliot-Curie-Gymnasium und die Regionale Schule am Gotthunskamp sind zur Kooperativen Gesamtschule verschmolzen (der Nordkurier berichtete).

Was noch ausstand, war ein neuer gemeinsamer Name: Nun darf er auch offiziell getragen werden. Die Stadtvertreter gaben grünes Licht für „Schulcampus Röbel – Verbundene Regionale Schule und Gymnasium“.

„Das Besondere ist, dass der komplizierte Prozess der Schulumbildung überhaupt geklappt hat“, ist Hans-Dieter Richter erleichtert. 650 Schüler lernen künftig sozusagen unter einem Dach. Die Schule erfreue sich guten Zuspruchs, sogar aus dem benachbarten Brandenburg würde es Nachfragen geben.

Indes haben sich die Schüler mit dem neuen Namen identifiziert. „Ich finde den Namen gut“, meinte die 14-jährige Madleen Schirmeier aus Röbel. Kein Wunder auch, bei der Entscheidungsfindung waren die Schülerinnen und Schüler mit einbezogen. „Das war ein Prozess, es ist ein erarbeiteter Name aus vielen, vielen Vorschlägen“, legt der Schulleiter dar. Dabei sei die Bezeichnung keinesfalls vermessen, auch wenn sie ein bisschen an eine Universität erinnere. „Wir sind keine Universität, deshalb haben wir uns auch nicht Campus, sondern Schulcampus genannt“, führt Richter aus. Gemeinsamkeiten mit Universitätsstandorten gebe es aber dennoch: „Wir haben drei Gebäude, ein riesiges Gelände, die Musikschule erreichbar in zwei Minuten, die Bibliothek in vier Minuten, die Turnhalle in zehn Sekunden, die Therme für den Schwimmunterricht vor der Tür, einen Sportplatz – das einzige, das noch fehlt, ist ein Internat“, sieht er die Kriterien für die Namensgebung locker erfüllt.