CORONA-RISIKOGEBIETE

Schwesig will mit harten Regeln Weihnachten retten

In Waren wird am Freitag das Wende-Denkmal eingeweiht. Ministerpräsidentin Schwesig hatte dennoch viele Fragen zu ihrer strengen Corona-Politik zu beantworten.
MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei der Einweihung des Wende-Denkmals in Waren an der Müritz.
MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bei der Einweihung des Wende-Denkmals in Waren an der Müritz. Carsten Schönebeck
Waren.

Eigentlich sollte es am Freitagmorgen in Waren an der Müritz um die Einweihung des landesweiten Wende-Denkmals gehen. Doch viele Fragen zu den strengen Einreisebeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern lenkten vor Ort die Aufmerksamkeit auf die strenge Corona-Politik von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD).

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Wichtigster Fokus angesichts der steigenden Corona-Fallzahlen: „Wir müssen alles dafür tun, dass wir nicht selbst zu einem Risikogebiet werden“, sagte sie in Waren. Lieber jetzt Einschränkungen erdulden, damit Weihnachten nicht wieder unter den Bedingungen wie Ostern stattfinden müsse.

Lockerungen bei Einreiseeinschränkungen?

Bei Reiseeinschränkungen deutete Schwesig erneut Lockerungen an. Man könne möglicherweise bei den Regeln zwischen innerdeutschen und ausländischen Risikogebieten unterscheiden, sagte sie.

Zum Gedenken an die friedliche Revolution 1989 wird am Freitag (Beginn 10 Uhr) in Waren das zentrale „Erinnerungszeichen” für Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Dazu gibt es einen Festakt in der St. Georgen-Kirche, zu dem unter anderem Manuela Schwesig und Zeitzeugen reden sollen. Das Kunstwerk steht nördlich der Kirche, trägt den Namen „Perspektiven zur Freiheit” und wurde von den Stuttgarter Künstlern Dagmar Korintenberg und Wolf Kipper geschaffen und aufgebaut.

Erinnerung an friedliche Revolution

Es besteht aus weißen Stangen, an denen Tafeln mit Losungen der friedlichen Revolution 1989 befestigt sind. Am 16. Oktober 1989 hatten in Waren erstmals Bürger mit Kerzen in der Hand von der Kirche aus friedlich für mehr Demokratie in der DDR demonstriert. Das gilt als Beginn der friedlichen Demonstrationen auf dem Gebiet des heutigen Mecklenburg-Vorpommerns. Die Idee zu diesem Kunstwerk hatte sich 2019 bei einem Kunstwettbewerb des Landes durchgesetzt. Die Stelen und Tafeln wecken laut Jury Assoziationen zu einer friedlichen Demonstration.

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Die Losungen lauten unter anderem „Wir wollen keine Gewalt, wir wollen Veränderung” oder „Demokratie jetzt oder nie”. Im Nordosten soll es dezentral weitere Wende-Erinnerungszeichen an anderen Orten geben.

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