Antrag

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Seenplatten-CDU fordert kostenlosen Sperrmüll

Könnte die Sperrmüll-Entsorgung für alle kostenfrei werden?
Könnte die Sperrmüll-Entsorgung für alle kostenfrei werden?
Caroline Seidel

Zwei Karten für kostenlose Sperrmüllentsorgung bekommt jeder Bürger. Beim dritten Mal muss gezahlt werden. Das will die CDU ändern.

Heinz-Fritz Müller (SPD) hat die Sperrmüllproblematik in einem einfach Bild gut zusammengefasst. „Wenn ich drei große Stühle für den Sperrmüll habe und damit dreimal zum Annahmehof fahre, weil ich nur einen Stuhl pro Fahrt ins Auto bekomme, muss ich für den dritten bezahlen. Denn pro Bürger gibt es mit der Abfallfibel jährlich nur zwei Sperrmüllkarten“, sagte Röbels ehemaliger Bürgermeister kürzlich beim Ausschuss für Wirtschaft, Bau und Kreisentwicklung.

Dort wurde das vom Landrat vorgelegte Eckpunktepapier zur Anpassung der Abfallsatzung im Landkreis vorgestellt und diskutiert. Dabei kam auch die umständliche und nicht nachvollziehbare Regelung für die Entsorgung von Sperrmüll und Schadstoffen kurz zur Sprache.

Schadstoffmobil für Berufstätige kaum zu erreichen

Am 24. September wird sich der Kreistag zum Eckpunktepapier verständigen, bei dem es unter anderem um die Grünschnittentsorgung, die 40-Liter Tonne und die Saisontonne geht. Aus Sicht der CDU-Fraktion soll auch das Thema Sperrmüll diskutiert werden. Nach ersten Beratungen hat die CDU einen Ergänzungsantrag eingebracht, wie der Fraktionsvorsitzende Tilo Lorenz informiert. „Wir schlagen vor, dass alle Bürger des Landkreises ihren Sperrmüll künftig kostenfrei auf den Wertstoffhöfen des Landkreises entsorgen können“, sagt Lorenz.

Ein weiterer Punkt der Abfallsatzung, der sich aus CDU-Sicht als verbesserungswürdig erwiesen hat, betrifft die Entsorgung von Schadstoffen. Diese können bisher ausschließlich über die Schadstoffmobile mit ihren fixen Einsatzzeiten entsorgt werden. „Da diese Einsatzzeiten recht streng gefasst sind, ist es insbesondere für Berufstätige sehr umständlich, die Schadstoffe aus ihren privaten Haushalten zu entsorgen. Daher wollen wir mehr Möglichkeiten eröffnen, die Schadstoffe kostenfrei abzugeben. Der Wertstoffhof in Neubrandenburg erfüllt die dafür notwendigen Voraussetzungen bereits. Die Verwaltung soll nun prüfen, auf welchen weiteren Wertstoffhöfen im Kreisgebiet diese kostenfreie Abgabe von Schadstoffen möglich ist“, sagt Tilo Lorenz.