RADSPORT

Mecklenburger Seenrunde bricht den Rekord

Je näher das letzte Wochenende im Mai heranrückt, desto mehr Radsportler sind auf den Straßen unterwegs. Denn der Countdown für die sechste Seenrunde läuft. So viele wie nie drehen die 300 Kilometer lange Runde.
In zwei Wochen drehen wieder tausende Radfahrer eine 300 Kilometer lange Runde durch die Seenplatte.
In zwei Wochen drehen wieder tausende Radfahrer eine 300 Kilometer lange Runde durch die Seenplatte. FLORIAN SELIG / www.florianselig.com
Waren.

Noch leuchtender als der Raps sind einige Fahrradtrikots, die durch die Alleen rund um die Müritz rauschen. Das Rennradfieber in der Seenplatte steigt mit jedem Tag, denn in knapp zwei Wochen findet der größte Jedermann-Radmarathon Norddeutschlands statt.

Angefangen als kleine deutsche Schwester der legendären Vätternrundan hat sich die Mecklenburger Seenrunde europaweit einen Namen gemacht und steuert eine neue Rekordteilnehmerzahl an. Im sechsten Jahr werden fast 4500 Radfahrer am 24. und 25. Mai in Neubrandenburg an den Start gehen, wie Cheforganisator Detlef Koepke aus Carlstein mitteilte.

3300 Sportler nehmen die 300 Kilometer in Angriff

Etwa 3300 Ausdauersportler nehmen die 300 Kilometer-Strecke ins Visier. Bei der 90 Kilometer langen Frauenrunde rechnet Koepke mit mindestens 750 Starterinnen. Die Teilnehmer der Zukunft drehen auch schon am Rad. Denn bevor der erste Startschuss des internationalen Radsportfestes fällt, fahren 360 Kinder in drei Altersklassen bei der Mini-MSR im Neubrandenburger Kulturpark ihre Runden.

Internationale Beachtung erlangt die Veranstaltung als Teil des Deutschland Klassikers, einer neuen Ausdauersportserie, die die vier Sportarten Radfahren, Schwimmen, Laufen und Skilanglauf miteinander verbindet. Nur wer innerhalb von zwölf Monaten erfolgreich die Mecklenburger Seenrunde, den Frankfurt Marathon, den König Ludwig Lauf und das USee-Schwimmen beendet, bekommt die Medaille. Für 100 Sportler beginnt bei der MSR dieses Abenteuer.

Auch Weltklassesportler machen mit

„Auch aktive Weltklassesportler wie Maximilian Levy stellen sich der Herausforderung“, erzählt Koepke. Der vierfache Weltmeister, Europameister und dreifache Medaillengewinner bei Olympischen Spielen ist ein Spezialist für Kurzzeitdisziplinen im Bahnradsport. Nun muss Levy zeigen, ob er auch mehrere Stunden im Sattel aushalten kann und den Mecklenburger Hügeln gewachsen ist.

Ein anderer prominenter Starter ist der Olympiasieger und sechsfache Weltmeister Stefan Nimke. „Mit diesen beiden Radsportlegenden gemeinsam an den Start zu gehen, ist für die MSR-Teilnehmer ein besonders Erlebnis“, sagt Detlef Koepke. Dass die MSR süchtig macht, zeigen über 300 Sportler, die im sechsten Jahr bereits zum 5. Mal dabei sind, darunter auch einige Müritzer.

Ein Teilnehmer kommt sogar aus Bolivien

Die Seenrunde wird von vielen Orten und Gemeinden in der Müritzregion getragen. In Schwarz, Röbel, Nossentiner Hütte, Alt Schönau und Penzlin gibt es Depots, wo die Teilnehmer von vielen Helfern versorgt werden, damit die 300 Kilometer nicht zur Durstrecke werden. Für die Koordinierung wurde ein eigenes Helferportal eingerichtet, wo Freiwillige sich anmelden können.

Auch immer mehr Unternehmen der Region haben das Potenzial erkannt und wollen die Seenrunde nicht nur materiell als Partner unterstützen, sondern die Idee in ihre Firma tragen. Mit der MSR-Initiative „DERCHEFZAHLT“, bei der merh als 20 Firmen mitmachen, wird die Brücke zu Unternehmen im gesamten Bundesgebiet gebaut, die ihre Mitarbeiter im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements fördern. „Gemeinsam bereiten sie sich über viele Wochen auf das Erlebnis vor und lernen dann beim Radfest andere Mitglieder der Seenrunden-Familie kennen“, sagt der Cheforganisator.

Viele internationale Teilnehmer werden wieder erwartet. Auch aus Motola, der Wiege der Vätternrundan, reist eine 40-köpfige Gruppe an. Die weiteste Anreise hat wohl ein gebürtiger Neubrandenburger, der jetzt in Bolivien wohnt.

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