GOLDENER HECHT

Seine Majestät wuppt Umzug in der Babywanne

Er soll die Attraktion im Müritzeum werden. Dafür ist der Goldene Hecht in sein neues Becken umgezogen. Die heikle Eingewöhnungsphase für den Albino-Fisch hat begonnen.
Petra Konermann Petra Konermann
Zum Knutschen findet der goldene Hecht sein neues Heim.
Zum Knutschen findet der goldene Hecht sein neues Heim. Petra Konermann
Behutsam wird der Hecht in sein neues Becken gesetzt.
Behutsam wird der Hecht in sein neues Becken gesetzt. Petra Konermann
Alles gut? Museumspädagoge Torsten Weiß schaut lieber noch mal nach.
Alles gut? Museumspädagoge Torsten Weiß schaut lieber noch mal nach. Petra Konermann
Waren.

Seine Majestät, der Goldene Hecht, reiste in einer Babybadewanne an. Nicht ganz standesgemäß, aber überaus zweckmäßig. Schließlich soll dem besonderen Tier nichts passieren, auch nicht auf seinem nur fünf Minuten kurzen Umzugsweg von der Herrenseebrücke zu seinem neuen Domizil im Müritzeum.

Chef-Aquarianer Marco Kastner hatte den Hecht zuvor mit einem weichen Kescher aus seinem alten Becken unter der Herrenseebrücke gefischt und behutsam in eine Wasser befüllte Spezialtüte gleiten lassen. Die Tüte samt Gold-Hecht wiederum fand ihren Platz in besagter Badewanne. Auf einem Luft bereiften Bollerwagen ging's quer durch den Müritzeumsgarten.

Der Hecht kriegts wärmer

"Die Gefahr einer Verletzung ist bei so einem Raubfisch recht hoch. Ist er besonders aufgeregt, kann er springen. Dadurch, dass wir ihn in einer Tüte transportieren, wird ein Springen vermieden und damit auch, dass sich der Hecht verletzen kann", erklärte Marco Kastner. Gemeinsam mit Kollegen Andreas Schmieder hievte er die Tüte ins neue Becken und entließ seine "Majestät" in seine neues Reich. Das ist nicht nur rund fünf Grad wärmer als das alte, sondern auch viel größer.

Und königlich ausgestattet: Das Becken ist besonders gestaltet und einer Uferlandschaft nachempfunden. So ähnlich sieht ein Hecht-Revier in der freien Natur aus. Authentisch wurde die Gestaltung mit Baumstämmen, Steinen aus dem Tiefwarensee - sogar eine Seerose hat Marco Kastner eingesetzt.

Mehr als drei Jahre musste der Goldene Hecht auf so ein Aquarium warten. Denn bereits im November 2010 wurde das Pracht-Exemplar im Malchiner See gefangen. Fischer Hartmut Kacan hatte das Tier mit den goldenen Schuppen an Land gezogen. Zu schade für die Pfanne, dachte sich der Mann, aber auch zu schade, um es wieder zurück in den See zu schicken. Bei den Müritzfischern in Eldenburg nahm der Goldene Hecht Quartier, bevor er dann in einem alten Becken des ehemaligen Müritz-Aquariums unter der Warener Herrenseebrücke unterkam.

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