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Sicherheitskonzept steht - Feuerwehr schiebt Extra-Übung

Längst sind alle 60 000 Tickets verkauft. Wer in der nächsten Woche ohne Karte trotzdem anreist, der hat kaum eine Chance, auf das weitläufige Festival-Gelände zu gelangen.
Längst sind alle 60 000 Tickets verkauft. Wer in der nächsten Woche ohne Karte trotzdem anreist, der hat kaum eine Chance, auf das weitläufige Festival-Gelände zu gelangen.

Für vier Tage erblüht in Lärz wieder eine Parallelgesellschaft mit Musik, Theater, Performance und Kino. Damit für die 60000 Festivalgäste alles rund läuft, bereiten sich auch die Feuerwehren rund um Lärz auf das größte Ereignis der Müritzregion besonders vor.

Nur ein paar Tage, dann wächst das kleine Dorf Lärz auf die Größe einer Großstadt an: Von rund 500 Einwohnern für knapp vier Tage auf dann rund 60000, wenn am letzten Juni-Wochenende wieder das Fusion-Festival auf dem ehemaligen Flugplatz-Gelände in Lärz beginnt. Die Fusion ist seit Jahren mit Abstand die größte Veranstaltung, die in der Müritzregion – und weit darüber hinaus – an den Start geht.

Lust auf Fusion in Lärz haben aber weitaus mehr als die rund 60000 Glücklichen, die Karten ergattern konnten. Anfragen hat es rund 120000 gegeben, bestätigt Martin Eulenhaupt vom veranstaltenden Kulturkosmos „Im Internet konnte man sich für eine Kartenkauf-Option registrieren lassen, dann wurden die Karten verlost“, erklärt Eulenhaupt das Konzept, das Gerechtigkeit unter die Feierwilligen bringen soll. Längst sind alle 60000 Tickets verkauft.

Wer in der nächsten Woche trotzdem ohne Karte anreist, der hat kaum eine Chance, auf das weitläufige Festival-Gelände zu gelangen. Seit dem vergangenen Jahr greift das verschärfte Sicherheitskonzept, dessen Herzstück der doppelte Sicherheitszaun ist. Der verhindert, dass niemand ohne Karte und damit unerlaubt auf das Gelände gelangen kann – ein Problem in den Jahren zuvor. „Dieser Zaun hat viel gebracht. Das hat sich auch herumgesprochen, so dass viel weniger versuchen, ohne Ticket zum Festival zu kommen“, so Eulenhaupt weiter.

Mehrmals treffen sich Mitarbeiter des zuständigen Röbeler Ordnungsamtes, des kreislichen Umwelt- und Bauamtes, des Kulturkosmos sowie Verantwortliche von Polizei und Feuerwehr im Vorfeld, um die Fusion und deren Sicherheitskonzept vorzubereiten. „Die Zusammenarbeit klappt inzwischen reibungslos, jeder kennt seine Hausaufgaben und hat sie erledigt“, so Eulenhaupt.

Feuerwehr macht 12-Stunden-Schichten

Hausaufgaben in Sachen Fusion haben auch die Krümmeler Feuerwehrleute erledigt. Sie sind an allen vier Fusion-Tagen im Einsatz. Gemeinsam mit dem Kameraden der Wehren aus Lärz und Rechlin schrubben sie jeweils 12-Stunden-Schichten. „Das machen wir seit Jahren so, das geht in Ordnung“, meint Horst Pietruska, Chef der Krümmeler Feuerwehrleute.

Die verlassen sich nicht allein auf ihre Erfahrungen aus den vergangenen neun Jahren Fusion-Einsatz, sondern haben kurz vor der Fusion 2015 eine Extra-Übung eingeschoben. Das Szenario: ein Fettbrand in einem Wohnwagen. Ziemlich nahe an der Realität, denn die Festival-Gäste reisen auch in eigenen Wohnmobilen an und beim Kochen kann schon mal was daneben gehen. „Für uns war es wichtig, dass wir uns auf ganz spezielle Situationen vorbereiten und haben das Ganze mit den Atemschutzträgern geübt“, so Pietruska, der sich selbst als Fan der Fusion bezeichnet: „Das ist ein Fest mit so vielen Facetten, das ist spannend.“