Spendenaktion

So blühte die kleine Mira bei der Delfin-Therapie auf

Für Mira war das Jahr 2020 unvergesslich – und daran haben auch Nordkurierleser großen Anteil. Sie haben mit ihren Spenden eine spezielle Therapie ermöglicht.
Auch Zwillingsschwester Greta hat die Delfine in ihr Herz geschlossen.
Auch Zwillingsschwester Greta hat die Delfine in ihr Herz geschlossen. ZVG Sandra Rienaß
Mira ist glücklich und erreicht große Erfolge. Hier ist sie mit ihrer Trainerin Lindsay zu sehen.
Mira ist glücklich und erreicht große Erfolge. Hier ist sie mit ihrer Trainerin Lindsay zu sehen. ZVG Sandra Rienaß
Die Familie ist dankbar dafür, dass so viele Menschen für sie spendeten.
Die Familie ist dankbar dafür, dass so viele Menschen für sie spendeten. ZVG Sandra Rienaß
Müritzkreis

Ihre Wahrnehmung zu verbessern und die Wirkung der Therapien zu unterstützen, wünschen sich Sandra und Marco Rienaß für ihre Tochter Mira. Sie sitzt im Rollstuhl und ist auf Hilfe angewiesen. Das Mädchen ist vom Rett-Syndrom betroffen, eine Genmutation, die zu Entwicklungs- und Wahrnehmungsstörungen führt und mit der oft auch Epilepsie einhergeht. Das Mädchen kommuniziert über ihre Augen. Die Hände öffnet sie beispielsweise nur, wenn sie sehr entspannt ist. Eine Delfintherapie sollte ihre Entwicklung fördern und ihre Lebensqualität steigern.

+ + + Mädchen hofft auf Therapie: Kranke Mira träumt von den Delfinen + + +

„Doch als wir von den Kosten erfuhren, dachten wir, das werden wir mit Mira wohl nie machen können!“ Der Wunsch blieb, und mit Hilfe von Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten und Nordkurierlesern bekam die Familie die 8000 Euro für die Therapie sowie die Kosten für die Unterkunft und die Flüge zusammen. „Es war eine wundervolle und unvergessliche Reise“, schrieb die Mutter an die Redaktion.

Zwei Wochen mit Chabelitha trainiert

Es gingen unzählige kleine und auch große Spenden auf Miras Spendenkonto ein. Schon im Sommer des vergangenen Jahres reiste die ganze Familie auf die Karibikinsel Curaçao, wo Mira im Dolphin Therapy Center mit deutschsprachigen Therapeuten zusammenarbeitete.

+ + + Spendenaktion: Kranke Mira greift nach ihrem Traum + + +

„Nachdem wir den Kampf mit den Einreiseformularen hinter uns gebracht hatten, kamen wir mit einem Gefühlscocktail aus Riesenfreude und Aufregung an. Uns erwartete ein fröhliches Therapeutenteam und natürlich Chabelitha ‚unser Delfin‘, der die nächsten zwei Wochen mit Mira trainieren sollte“, stand in dem Reisebericht geschrieben. Es folgte ein intensives Gespräch, in dem sich das Team von Mira ein Bild machen konnte, Therapieziele und Wünsche besprochen und festgelegt wurden. „Mira strahlte die ganze Zeit“, erinnerte sich die Mutter.

Nach dem Gespräch folgte die erste Therapieeinheit auf dem Trockenen, bei der Mira ihre Therapeutinnen Lindsay und Steffi kennenlernte. Dann sollte Mira in den Neoprenanzug schlüpfen. Das sei für die kleine Maus gar nicht so leicht gewesen. Doch im Dock mit der Delfindame Chabelitha war alles vergessen. Von der anderen Seite der Lagune schaute die Familie zu. Wie würde Mira wohl auf die Delfine reagieren? Die Angst, ob es die richtige Entscheidung war, löste sich.

Streicheln, Küssen, Springen, Tanzen mit dem Delfin

„Unsere Tochter strahlte die ganze Zeit und quiekte vor Vergnügen. Ganz schön erschöpft, aber strahlend, kam sie mit ihren Therapeuten in ihrem Rollstuhl auf uns zugerollt“, erinnerte sich die Mutter. Jeweils zwei Stunden an zehn Tage dauerte die Delfintherapie, während der das Mädchen in der ersten halben Stunde verschiedene Einheiten aus den Bereichen Logopädie, Ergo- und Physiotherapie absolvierte.

Danach ging es mit Chabelitha und Trainerin Lindsay im Wasser eine Stunde spielerisch weiter. Es wurde gestreichelt, geküsst, gesprungen, getanzt und wurden Luftblasen gemacht, die Mira kitzelten. Zwischendurch gab es immer Übungen zum Aufwärmen und für die Motorik. Über Aktionskarten konnte das Mädchen mit ihren Blicken entscheiden, was Chabelitha im Wasser mit ihr oder für sie machen sollte.

Vielen Dank an alle Spender!

„Am meisten Spaß hatte sie, wenn Chabelitha sie an ihren Füßen anstupste und sie durch das Wasser schob. Danach war Mira sehr geschafft und müde“, erinnerte sich Sandra Rienaß. Die Nachmittage genoss die Familie am Strand oder besuchte im Sea-Aquarium Fische, Robben, Flamingos und natürlich die Delfine. Beim Familienschwimmen in der zweiten Woche durften die Schwestern Luisa (18) und Greta (11), sowie Mama Sandra und Papa Marco miterleben, was Mira so viel Freude bereitete:

„Um es mit einem Wort zu beschreiben: Wunderschön. Danke Chabelitha, danke an das Trainerteam und ein ganz besonderer Dank an alle, die durch ihre Spende Mira und uns dieses unglaublich schöne Erlebnis ermöglicht haben und danke, Mira, für diese besonderen Momente. Für uns alle war diese Reise einzigartig. Wir haben die viele Zeit für uns als Familie sehr genossen. Diese Möglichkeit haben wir sonst sehr selten. An den Wochenenden konnten wir ohne viel Tourismus die Insel erkunden und im Meer mit Schildkröten tauchen. Die Zeit mit den Delfinen hat Mira gut getan. Ihr Lächeln, das sie uns schenkte, wenn sie mit Chabelitha im Wasser war, werden wir so schnell nicht vergessen. Sie war aufmerksamer und entspannter als sonst. Ihre Hände ließen sich viel leichter lösen, und sie lautierte mehr als sonst. Als wenn sie uns was erzählen wollte. Nicht alles hat bis heute angehalten, aber es war trotzdem toll zu sehen, was das alles mit ihr und unserer Familie gemacht hat.“

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Kommentare (1)

Es ist schön zu hören ich wäre auch dafür das die Krankenkassen es übernehmen müssten sie haben doch angeblich Millionen Überschuss den können sie doch sowas was das kleine Wesen braucht bezahlen ich werde es wohl nie verstehen warum man leuten die es wirklich brauchen nicht hilft ich wünsche der familie alles liebe und hoffe nur das beste für sie in der zukunft