Diese vier Standorte hat die Warener Stadtverwaltung für einen möglichen Schwimmhallenbau angeschaut.
Diese vier Standorte hat die Warener Stadtverwaltung für einen möglichen Schwimmhallenbau angeschaut. Stadtverwaltung Waren
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Soll die Schwimmhalle in den Warener Kurpark?

Wenn Waren eine Schwimmhalle bekommt, wird sie wohl nur auf dem Nesselberg gebaut. Dies ist zumindest momentan der politische Mehrheitswille.
Waren

Ausgerechnet Toralf Schnur geht es in Sachen Warener Schwimmhalle gerade zu schnell. Ist es doch der Stadtvertreter der FDP/MUG-Fraktion, der sich seit Jahren leidenschaftlich und gegen alle Widerstände für den Bau einer Schwimmhalle in seiner Heimatstadt einsetzt. Als es nun aber im Stadtentwicklungsausschuss darum ging, einen Standort festzulegen, wollte Schnur auf die Bremse treten. Denn die Ergebnisse der Verwaltung ließen aus Sicht von Schnur zu wünschen übrig. „Abgesehen vom Kurpark wäre ich auf keinen der drei anderen Vorschläge gekommen“, kritisierte Schnur.

Verschiedene Standorte vorgeschlagen

Ende Juni hatten die Fraktionen SPD, CDU und FDP/MUG einen gemeinsamen Antrag für das weitere Vorgehen bei dem Thema Schwimhalle vorbereitet und mehrheitlich dafür gestimmt, dass Bürgermeister Norbert Möller (SPD) bis spätestens zum 31. Oktober geeignete Standorte für den Bau einer Schwimmhalle vorschlagen und die jeweilige Standortauswahl begründen soll.Vier mögliche Standorte lagen auf dem Tisch, wobei eine 5632 Quadratmeter große Fläche zwischen „Zum Mevenbruch“ und „Am Rothengrund“ in Warenshof gleich gestrichen werden kann, da das Grundstück für das Projekt nach Einschätzung der Verwaltung zwischen 15 000 und 20 000 Quadratmetern groß sein muss.

Zur Debatte standen dann noch eine 18 562 Quadratmeter große Fläche zwischen der Bahntrasse und der Straße „Zum Pfennigsberg“ neben dem neuen Wohngebiet am Papenberg, eine 20 100 Quadratmeter große Fläche im Gewerbegebiet Rothegrund an der Teterower Straße und das 30 000 Quadratmeter große Grundstück im Kurpark auf dem Nesselberg. Letzteres ist der Standort, den die Verwaltung empfiehlt und der auch im Stadtentwicklungsausschuss mehrheitlich empfohlen wurde. Toralf Schnur hat seine Zweifel, ob dieser Standort wirklich der geeignetste ist, oder ob es nicht vielleicht noch andere Flächen gibt, die attraktiver sein könnten.

Ministerium will Bau begleiten

Bei der Standortauswahl sollte man seiner Meinung nach die Vorschläge der Warener einholen und sie beteiligen. „Qualität vor Schnelligkeit. Wir sollten die Kreativität aus dem Volk mitnehmen, was auch zu einer höheren Transparenz und Akzeptanz führen würde. Mich haben schon interessante Vorschläge erreicht wie das Volksbad, der Festplatz oder eine Fläche beim Zeltplatz Kamerun“, warb Schnur. Doch sein Antrag, weitere Standorte zu untersuchen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Bei der Stadtvertretersitzung am 16. Dezember soll über den Standort entschieden werden.

In einem Schreiben der Staatskanzlei heißt es, dass der Schwimmhallenneubau von der Stabsstelle Sportangelegenheiten im Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung sportfachlich begleitet werden kann und eine Förderung über 45 Prozent aus einem Bundesprogramm möglich wären. Warens Politiker waren sich einig, dass bei der Planung der Schwimmhalle mit sechs 25-Meter-Bahnen auch ein Saunabereich, ein Bereich für therapeutische Zwecke, ein Bereich für das Kinderschwimmen, ein Teilbereich zur Nutzung der Thermalsole und optional ein Teilbereich für Gastronomie und Wellness berücksichtigt werden sollte. Sobald die aktualisierte Machbarkeitsstudie vorliegt, soll die Stadtvertretung in einem Grundsatzbeschluss darüber entscheiden, ob das Projekt fortgeführt oder beendet wird. Sollten die Stadtvertreter sich mehrheitlich für die Schwimmhalle aussprechen, wird ein Architektenwettbewerb vorbereitet.

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