TELEKOM-AKTION

Sophienhof bewirbt sich um neuen Funkmast

Manchmal bedarf es glücklicher Zufälle, dass Dinge in Bewegung kommen. In Sophienhof könnte das bald zu einem neuen Telekom-Funkmast führen.
Weil sich die Telekom auf die Jagd nach Funklöchern begeben möchte, machen sich die Einwohner des Ortsteils Sophienh
Weil sich die Telekom auf die Jagd nach Funklöchern begeben möchte, machen sich die Einwohner des Ortsteils Sophienhof Hoffnung auf schnelleres Internet. Karl-Josef Hildenbrand
Inge Behm (links) freut sich, dass sie von Sonja Schwirten und ihrem Lebensgefährten Martin Schulze Unterstützung be
Inge Behm (links) freut sich, dass sie von Sonja Schwirten und ihrem Lebensgefährten Martin Schulze Unterstützung bei ihren Bemühungen um einen Funkmast bekommt. Nadine Schuldt
Sophienhof.

Die Mobilfunk-freie Zone in Sophienhof und Umgebung soll bald der Vergangenheit angehören. Denn die Gemeinde Grabowhöfe, zu der Sophienhof gehört, hat sich bei der Telekom-Aktion „Wir jagen Funklöcher“ beworben.

Durch einen glücklichen Zufall ist Inge Behm auf diese Aktion aufmerksam geworden. Die Gemeindevertreterin kam beim diesjährigen Halloween-Feuer zufällig mit Sonja Schwirten ins Gespräch. Die 48-Jährige hatte sich erst vor einigen Monaten ein Häuschen in Sophienhof gekauft und ist nun so gut wie jedes Wochenende in ihrem neuen Domizil zu Hause. Schnell stellte sich in dem Gespräch heraus, dass Sonja Schwirten in Berlin bei der Telekom arbeitet und künftig auch gerne viele Aufgaben von ihrem Rechner in Sophienhof erledigen möchte. Doch weil dort der Funkempfang so schlecht ist, kann darüber keine stabile Telefon- oder Internetverbindung aufgebaut werden. Auch der Versuch, über eine Satellitenschüssel einen DSL-Anschluss zu erhalten, scheiterte.

Internet funktioniert in Sophienhof oft nicht

Also habe sie nach einer anderen Alternative gesucht und sei dabei auf die Telekom-Aktion „Wir jagen Funklöcher“ gestoßen. Davon erzählte sie an jenem Abend auch Inge Behn. Die Gemeindevertreterin hatte sofort Feuer gefangen und setzte gleich am nächsten Werktag alle Hebel in Bewegung, damit die Bewerbungsunterlagen rechtzeitig – die Aktion endet am 30. November – bei der Telekom eingehen.

Die wichtigste Frage war gleich zu Beginn geklärt. „Der Funkmast kann auf meinem Grundstück errichtet werden“, sicherte Schwirten zu. Um ein Zuviel an Strahlung mache sie sich keine Gedanken. „Die zulässigen Strahlungswerte werden eingehalten.“ Zudem sei sie in Berlin mit wesentlich mehr Strahlung umgeben, schob sie hinterher. Es würden auch andere Einwohner ihr Grundstück für den Funkmast zur Verfügung stellen, falls das Areal bei ihr nicht geeignet sei, so Behm.

Sonja Schwirten hatte die Gemeinde von Anfang bei der Antragstellung unterstützt. Ein Glücksfall für die Kommune: „Viele sind zuvor mit der Bewerbung gescheitert, weil so viele Dokumente auszufüllen sind“, erklärte Behm.

„Ständig bauen die hier an der Leitung rum …"

Ihr Engagement kommt nicht von ungefähr. „In Sophienhof leben etwa 80 Menschen, von denen zwölf selbstständig sind“, erklärt Behm. Doch häufig funktioniere ihr Internet nicht reibungslos. „Ständig ist die Telekom hier und baut an der Leitung rum“, ärgert sich Behm, die auch in Sophienhof lebt. Dabei gebe es in der Gemeinde auf einem Grabowhöfer Neubau einen Funkmast, dessen Funkwellen auch bis nach Sophienhof gelangen sollten – eigentlich …

Kommt der neue Funkmast, profitieren davon nicht nur die Sophienhofer, sondern auch die Leute in Louisenfelde, Neu-Gaarz sowie Sommerstorf samt Hotel und Reiterhof. Den Aufbau übernehme die Telekom, erläuterte Schwirten. „Alle 50 Kommunen, die schließlich von der Telekom ausgewählt werden, sollen bis Ende 2020 ausgebaut sein“, sagte Schwirten.

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