Spendenaktion für Max

Spezialrad macht autistischen Jungen (16) mobiler

Ein Spendenlauf erbrachte eine stattliche Summe für einen Jugendlichen aus Groß Plasten. Der kann jetzt auf einem Fahrrad fahren, das extra gefertigt wurde.
Bei der Übergabe des Spazialrads (von links): Peter Hoffmann, Max Rohatsch, Ines Rohatsch, Manuel Tretow.
Bei der Übergabe des Spazialrads (von links): Peter Hoffmann, Max Rohatsch, Ines Rohatsch, Manuel Tretow. Karberg
Groß Plasten

Einfach mal das Fahrrad schnappen – und ab durch die Mitte! Die einfachste Sache der Welt für einen Jungen. Nicht für Max Rohatsch, dieser Traum war für ihn so weit weg wie der Mond. Denn Max aus Groß Plasten, inzwischen 16, ist Autist. Aber jetzt ist der Mond ein riesiges Stück herangerückt an Groß Plasten, denn es gibt Leute, die Max’ Traum wahr machten.

Jetzt kann er sich einfach auf das dreirädrige Spezialrad setzen. Mutter Ines Rohatsch ist als Sozius immer dabei, damit alles hinhaut – und es geht ab durch die Mitte. Allerdings kostet dieses Rad, das auch mit Akku und Elektromotor ausgerüstet ist, einige Tausend Euro.

Warener Radgeschäft stellte passendes Rad zusammen

Weil Peter Hoffmann, Vorsitzender des Müritzer Laufsportvereins LSV 04, das Schicksal von Max nicht egal war, startete er im vergangenen Herbst eine Spendenaktion für den Groß Plastener. Mehr als 9000 Euro kamen zusammen, dank auch der größeren Summe, die Hauptsponsor Jost Reinhold spendete. Die Summe reichte auch noch für zwei Fahrradhelme.

Jetzt sitzt Max bereits fest im Sattel, bei Zweirad Karberg in Waren erfolgte die feierliche Übergabe des Fahrrads. Bevor die Übergabe starten konnte, machte sich Zweirad-Karberg-Mitarbeiter Manuel Tretow mit der Materie vertraut, ist es doch ein besonderes Fahrzeug. Er beschäftigte sich intensiv mit dem Thema und stellte das passende Modell individuell zusammen. Auch das gehört zum Spendenpaket: Zweirad Karberg übernimmt für drei Jahre kostenlos die Wartung.

Firmeninhaber Ulf Karberg erläutert, warum nach intensiver Suche genau das richtige Gefährt für Max gefunden wurde: „Wir fanden das Fun2Go. Es ist ein Dreiradtandem, auf dem die Nutzer nebeneinander sitzen. Eine Person lenkt, beide können treten und sich gut miteinander unterhalten. Mit dem Elektromotor haben die Radfahrer Tretunterstützung, dadurch können sie immer ohne große Anstrengung gut Rad fahren.“

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