FAHRLÄSSIGE TÖTUNG?

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Eurofighter-Katastrophe

Nach der Kollision der beiden Kampfjets ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung. Die Kripo untersucht, ob menschliches Versagen zu dem Crash geführt haben könnte.
dpa
Christine Gerhard Christine Gerhard
Soldaten suchen ein Feld nach Wrackteilen ab. Nach dem Absturz zweier Eurofighter in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Ermittlungen vor Ort weiter.
Soldaten suchen ein Feld nach Wrackteilen ab. Nach dem Absturz zweier Eurofighter in Mecklenburg-Vorpommern gehen die Ermittlungen vor Ort weiter. Daniel Bockwoldt
Laage.

Nach dem Eurofighter-Unglück hat die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet. Wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte, wird untersucht, ob menschliches Versagen zu der Kollision der beiden Kampfjets geführt haben könnte, bei der ein Pilot ums Leben kam. Die Überreste des Toten würden derzeit rechtsmedizinisch untersucht.

Die beiden Kampfjets waren am Montag bei einer Luftkampf-Übung über der Mecklenburgischen Seenplatte zusammengestoßen und abgestürzt. Dabei war ein 27-jähriger Kampfpilot aus Mecklenburg-Vorpommern gestorben. Er hatte nach Angaben der Luftwaffe 400 Stunden Flugerfahrung und habe gerade eine Weiterbildung absolviert. Der überlebende Pilot der zweiten Maschine ist mittlerweile aus dem Krankenhaus in Rostock entlassen worden.

Die Luftwaffe und andere Bundeswehreinheiten wollten im Laufe des Mittwochs ihre Such- und Bergungsarbeiten fortsetzen. Einige Trümmerteile waren auf der Spielwiese eines Kindergartens niedergegangen. Zwei Tage nach dem Absturz der beiden Eurofighter hat außerdem die Auswertung der am Dienstag gefundenen Flugschreiber begonnen. Das geht aus einer Twitter-Mitteilung der Luftwaffe vom Mittwoch hervor.

 

 

 

 

zur Homepage