ZUKUNFT DES WAHRZEICHENS

Stadt Röbel organisiert Bufdis für offene Mühle

Röbels Mühle ist eines der städtischen Wahrzeichen. Damit sie künftig Einheimische wie Urlauber besuchen können, wurde um eine Lösung gerungen.
Die Röbeler Mühle soll im kommenden Jahr geöffnet sein. Bundesfreiwilligendienstler sollen dafür sorgen. F
Die Röbeler Mühle soll im kommenden Jahr geöffnet sein. Bundesfreiwilligendienstler sollen dafür sorgen. Elke Enders
Die Röbeler Mühle lockt jährlich um die 18000 Besucher an. Foto: Nadine Schuldt
Die Röbeler Mühle lockt jährlich um die 18000 Besucher an.
Röbel.

Die Röbeler Windmühle soll auch im kommenden Jahr wieder öffnen. Das Aus des Vereins „Bund für Natur und Heimat Müritz-Elde“ (BNH), der die Windmühle gepachtet und als Ausstellungsort betrieben hatte, soll nicht das Aus für die Stadtwindmühle bedeuten. Im Kultur-und Sozialausschuss am Montagabend wurden dafür nun neue verschiedene Ansätze diskutiert.

Dabei wies Kathrin Grumbach (Bündnis 90/Grüne) immer wieder darauf hin, dass eine Person die Zügel fest in der Hand halten müsse. In diesem Zusammenhang fiel auch der Name von Karsten Thorun, Mitarbeiter im Haus des Gastes. Thorun, der auch Pressesprecher der Stadt ist, relativiert das Ganze: „Wenn Ausstellungen in der Mühle organisiert werden sollen, kann das Haus des Gastes bei der Vermittlung von ausstellenden Künstlern behilflich sein“, stellt er die Form der Unterstützung klar. Das brauche etwas Vorlauf. In der Diskussion wies Kathrin Grumbach zudem darauf hin, dass sie Leute benötigen, die sich aus Idealismus für die Mühle engagieren würden. So hätten die BNH-Mitglieder nur eine sehr geringe Aufwandsentschädigung von wenigen Euro pro Tag erhalten.

Freiwillige sollen keine Dauerlösung sein

Röbels Bürgermeister Andreas Sprick nahm schließlich Druck aus der angespannten Situation. „Wir haben sechs Bufdi-Stellen beantragt“, sagte Sprick. Bufdi ist die Abkürzung für Personen, die den Bundesfreiwilligendienst leisten. Das ist ein Ehrenamt, beim dem für die Zeit des Dienstes eine Aufwandsentschädigung von maximal 400 Euro gezahlt wird. Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (Bafza) teilt die Bufdi-Stellen zu. Ausüben können diesen Dienst beispielsweise ALG-II-Empfänger, Altersrentner oder Hausfrauen sowie -männer ohne eigenes Einkommen. Der Bundesfreiwilligendienst kann maximal 18 Monate ausgeübt werden.

Der Knackpunkt: Haben die jeweiligen Personen einen Bufdi-Dienst geleistet, werden sie für die kommenden fünf Jahre gesperrt. Hierbei räumte Sprick ein, dass es auch nur vier werden könnten. Er gehe jedoch davon aus, dass es mit den Bufdi-Stellen klappe. Bis das klar sei, vergeht noch etwas Zeit.

Wie Antje Mäder, Pressesprecherin beim Bafza mitteilte, seien rund sechs Wochen Bearbeitungszeit nötig. Danach sei klar, wie viele Bufdi-Stellen der Einsatzort, also Röbel, erhalte. Um diese Stellen zu besetzen, müsse der Ort dann allerdings selbst in der Öffentlichkeit bei den Leuten „werben“.

Allerdings soll die Aushilfe mit den Bufdis keine Dauerlösung werden, wie Sprick sagte. „Wir wollen zeitlich Luft bekommen, um das Thema Mühle und Kultur im weiteren Sinne in einem neuen Verein auf feste Füße zu stellen“, erläuterte Andreas Sprick auf Nachfrage. In diesem neuen Verein könnten die Arbeiten dann auf breite Schultern verteilt werden.

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