Kommunalwahl
Stadtpolitiker hält Schulcampus in Waren für möglich

Über die Schulen in Waren West wird diskutiert.
Über die Schulen in Waren West wird diskutiert.
Andreas Segeth

Warens Bürgermeister lehnt einen Schulcampus mit Blick auf die finanzielle Situation der Stadt ab. Doch ein FDP-Politiker widerspricht – und hat Argumente.

Kein Schulcampus für Waren? Toralf Schnur widerspricht vehement den Aussagen des Bürgermeisters Norbert Möller, die dieser bei der Vorstellung des Warener SPD-Wahlprogramms getätigt hatte. Laut Möller sei ein 50 Millionen teurer neuer Schulcampus in Waren West eine zu große finanzielle Belastung für die Stadt – das Heilbad laufe Gefahr, seine finanzielle Leistungsfähigkeit zu verlieren.

Die 50 Millionen könne Waren selbstverständlich nicht allein aufbringen, das sagt auch Schnur. Doch er macht darauf aufmerksam, dass ähnliche Projekte in Malchin und Anklam vom Land mit 90 Prozent Fördergeldern ausgestattet werden. Von solchen Bedingungen müsse man auch in Waren ausgehen. Damit bliebe ein Eigenanteil der Stadt von rund fünf Millionen Euro übrig. Das sollte zu stemmen sein, zeigte sich Schnur optimistisch. Zumal der Gewinn für das Wohngebiet Waren West unter dem Aspekt der städtebaulichen Entwicklung immens wäre.

Flächen könnten Wohnraum-Problem lösen

Zudem könne man die Flächen, wo die jetzigen Schulen stehen, verkaufen und die Einnahmen der Stadtkasse zuführen. Wenn auf den Arealen Wohnungen gebaut würden, könnte man damit gleich das große Problem fehlenden Wohnraums in Waren bekämpfen. Alles in allem eine gute Lösung, so Schnur.

Allerdings freue er sich über die Aussage Möllers, dass es „mit ihm keinen Schulcampus geben werde“. Andererseits halte der Bürgermeister „am Traumprojekt Aqua Regia Park fest“, so Schnur. Es sei selten, dass es so kurz vor der Kommunalwahl derart klare Positionen gebe, zwischen denen die Bürger sich entscheiden könnten. In Sachen Wahlkampf sei das zu begrüßen.