LANDESPARTEITAG MIT GAULAND

Stadtpräsident bei Protest gegen AfD dabei

Wenn Alexander Gauland nach Waren kommt, wollen einige Müritzer ein Zeichen setzen. Darunter ist auch Warens Stadtpräsident.
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Warens Stadtpräsident Rüdiger Prehn (Die Linke) möchte den Protest gegen den AfD-Landesparteitag unterstüt
Warens Stadtpräsident Rüdiger Prehn (Die Linke) möchte den Protest gegen den AfD-Landesparteitag unterstützen. Susann Salzmann
Waren.

Dass die rechtspopulistische AfD ausgerechnet am 9. November ihren Landesparteitag im Warener Bürgersaal veranstaltet, sorgt seit Bekanntwerden durch die Berichterstattung des Nordkurier für heftige Diskussionen. Auf der Straße und auch auf der Facebook-Seite des Nordkurier wird sehr kontrovers gestritten.

Mehr Fingerspitzengefühl

Einige Bürger wollen den Protest auch sichtbar machen und treffen sich am Samstag um 9 Uhr vor dem Warener Bürgersaal. Mit dabei ist auch Warens Stadtpräsident Rüdiger Prehn, allerdings als Mitglied der Fraktion Die Linke. „Es wäre gut gewesen, wenn man bei der Vermietung mit mehr historischem Fingerspitzengefühl vorgegangen wäre”, kritisierte Prehn.

Kritik an Vermietung

Bei der Stadtvertretersitzung am Mittwochabend schwieg der Stadtpräsident zu dem Thema, doch am Samstag will er sich zu Wort melden. Zuerst waren es die Grünen mit dem Stadtvertreter Stefan Dahlmann, die Kritik an der Vermietung des Bürgersaals an die AfD äußerten. Mittlerweile habe sich ein breites demokratisches Bündnis formiert, wie Dahlmann sagte.

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Kommentare (6)

Mehr "historisches Fingerspitzengefühl" ist allerdings notwendig, wenn der Saal das nächste mal an die SED-Nachfolger vermietet werden soll.

alleroberstes Gebot ist die Ausgrenzung und Ächtung der AfD-Faschisten. Die dürfen keinen Fuß mehr auf den Boden kriegen

Der Kommentar von themysteriousm2... · 8. November 2019 - 12:56 grenzt an das lebensnotwendige Minimum von Intelligenz. Es ist absolut weltfremd, die Bezeichnung "AfD-Faschisten" in einer derartigen Verallgemeinerung zu gebrauchen. Seine Forderung, "die dürfen keinen Fuß mehr auf den Boden kriegen", ist an Unwissen und Ignoranz nicht zu überbieten. Mein Rat: Bitte betrachten Sie die Wahlergebnisse der letzten drei Landtagswahlen: Thüringen: AfD 22,5 % (plus 15,1 %), sogenannte Volkspartei SPD 11 % (minus , Die LINKE 13,8 %, CDU 24,7 %

sogenannte Volkspartei SPD 11 % (minus 7,3 %) , Die LINKE 13,8 % (minus 8,7 %), CDU 24,7 % (minus 7,1 %). Diese Zahlen stehen für die Europawahl 2019. Irrtümlicher Weise habe ich im voran gegangenem Kommentar "Landtagswahlen" geschrieben.
Nach Ihrer Formulierung "die AfD-Faschisten" sind demzufolge 22,5 % der wahlberechtigten Bürger Thüringens Faschisten, das sind immerhin 236579 Bürgerinnen und Bürger. Die haben nicht nur einen Fuß auf dem Boden, sondern zwei. Vergleichen Sie mal mit den Ergebnissen der Landtagswahl 2019: AfD 23,4 %, SPD 8,2 %, DIE LINKE 31 %, CDU 21,8 %. Die Zahlen für Sachsen und Sachsen-Anhalt wie auch für Brandenburg erlauben nicht die Behauptung, es handele sich bei der AfD um Faschisten. Wäre es an dem, würde die Partei AfD gewiß nicht im Bundestag sitzen.

Für mich ist die AFD in grossen Teilen faschistisch!
Rhetorik, Programmatik und Auftreten belegen dass.
Beispiele und Zitate:
Vor der Bundestagswahl erklärte die ehemalige Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, den Begriff “völkisch” wieder “positiv besetzen” wollen. Auch Björn Höcke und André Poggenburg bemühen sich um eine Rehabilitierung des Wortes. Laut Duden bedeutet “völkisch” „nationalsozialistisch, in der rassistischen Ideologie des Nationalsozialismus“. Die AfD versteht dahinter ein ethnozentristisches Verständnis des deutschen Volkes auf Basis von Abstammung, die nicht der Verfassung entspricht.
Alexander Gauland möchte wieder “stolz […] sein auf Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen” – Einschließlich Kriegsverbrechen und Angriffskriege und zig Millionen Toten. Pure Verharmlosung des Nationalsozialismus.
Und noch ein Höcke, der explizit nicht aus der Partei wegen seiner Einstellung geworfen wurde: Er sagte in einem Interview, dass es “ein Problem” sei, dass “Hitler als absolut böse dargestellt wird”, und dass es nicht so “Schwarz und Weiß” sei. Insbesondere im Kontext seiner vielen anderen Aussagen ist es wieder eine Verharmlosung und Relativierung Hitlers und des Dritten Reiches.
AfD-Bundestagsabgeordneter Siegbert Droese lässt sich mit der rechten Hand am Herzen vor dem Führerbunker ablichten. Die neonazistische Ideologie wird nicht mal ansatzweise versteckt!
Der AfD-Bundestagskandidat Ulrich Oehme hing Plakate mit dem Satz “Alles für Deutschland” auf. Diese frühere Losung der SA (Sturmabteilung im Dritten Reich) ist in Deutschland verboten.
Und wer das wählt, trägt es mit...ist also auch ein Faschist.
Und nur weil zu viele Leute die AFd wählen, heißt es doch nicht, daß sie nicht faschistisch sein kann...

Es scheint mir dringender ein breites Bürgerbündnis gegen geplante "robuste" Auslandseinsätze der Bundeswehr sowie angedachte 2% vom Bip als Rüstungsausgaben zu bilden. Es droht sonst mehr als der Hirntot....