ÄRGER ÜBER FINANZIELLE HILFE

Stadtvertreter wehrt sich gegen Kritik der Karnevalisten

Haben die Narren in Waren Stadtvertreter Sven Breuer mit ihrem Antrag auf Förderung zum Narren gehalten? Oder war es die Verwaltung?
Ingmar Nehls Ingmar Nehls
Stadtvertreter Sven Breuer ist sauer.
Stadtvertreter Sven Breuer ist sauer.
Waren.

Wenn es in den verbalen Zweikampf geht, macht Sven Breuer keinen Rückzieher. Der Warener CDU-Stadtvertreter und Präsident des Handballvereins HSV 90 Waren teilt ganz gern mal einen aus, kann aber auch gut einstecken und ist ein Mann des klaren Wortes. Den Leserbrief des Carneval Clubs Waren, der kürzlich im Nordkurier veröffentlicht wurde, empfindet er aber dennoch als verbales Foulspiel.

Breuer hatte bei einer Sitzung des Kulturausschusses, dem er als ordentliches Mitglied angehört, kritisiert, dass der Verein sich nicht mit seinen finanziellen Problemen im Ausschuss vorgestellt hätte. Die Ausschussmitglieder verständigten sich darauf, dem CCW einen Zuschuss von 2000 Euro zu geben. Als Reaktion gab es ein donnerndes „Hol di Fast“ in Form eines Leserbriefes, in dem Sven Breuer unterstellt wurde, dass er bereits 2018 von dem Antrag gewusst hätte. „Wir als Verein sind betrübt über solche Worte“, schrieben die Carnevalisten.

Finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt

Sven Breuer will diese Kritik nicht auf sich sitzen lassen und forderte in der Sitzung des Kulturausschusses am Dienstagabend die Verwaltung auf, Klarheit in die Sache zu bringen. „Ich habe den Antrag zum ersten Mal im Januar gesehen“, sagte Breuer, der nicht als Faschingsfeind dargestellt werden will.

Rathausmitarbeiterin Liane Klischewsky bestätigte, dass der Bürgermeister Norbert Möller bereits im März 2018 ein Gespräch mit dem CCW über die Zukunft von Karnevalsveranstaltungen in der Stadt Waren geführt und finanzielle Hilfe in Aussicht gestellt hat. Der Verein habe den Hinweis bekommen, einen Antrag auf einen Zuschuss zur anteiligen Kostenübernahme der Bürgersaalmiete für das Jahr 2019 zu stellen.

Nicht einfach zum Bürgermeister rennen

Nach Aussage des CCW wurde dieser Antrag mit ausführlichen Erläuterungen am 18. März 2018 an die Stadtverwaltung geschickt. Dass dem Verein dann von der Stadtverwaltung mitgeteilt worden sei, dass man frühestens im September 2018 über den Antrag entscheide, sei laut Liane Klischewsky nicht richtig. Denn es gelte der Gleichbehandlungsgrundsatz und darum könnten alle Vereine bis zum 30. November ihre Anträge für das Folgejahr einreichen. Vorher wird über die Verteilung nicht abgestimmt. „Ich habe dem CCW die Abfolge erklärt“, sagte Liane Klischewsky.

Für Breuer sei es unverständlich, warum die Verwaltung dies nicht schon längst öffentlich richtig gestellt hat. Selbst wenn der Ausschuss nicht eher über die Gelder entscheiden könne, wäre es doch sinnvoll, wenn die Vereine sich beim zuständigen Ausschuss vorstellen, statt zum Bürgermeister zu rennen. „Was da gelaufen ist, das ist ein Unding“, sagte Ordnungsamtsleiter Dietmar Henkel. Der stellvertretende Bürgermeister würde sich wünschen, dass der Verein zeitnah auf Sven Breuer zukommt und sich bei ihm entschuldigt.

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