REGIONALER MARKT IN WAREN

Strandbar ist vor allem auch für Einheimische gedacht

In kulturarmen Corona-Zeiten hebt ein Warener Hotel einen Regionalmarkt aus der Taufe, heute ist Premiere. Der richtet sich nicht nur an Hausgäste, sondern an alle Interessierten.
Mary Cannistá ist die gute Seele der neuen Strandbar unweit des Hotels Amsee und nahe des Tiefwarensees. Auf dem Gel&au
Mary Cannistá ist die gute Seele der neuen Strandbar unweit des Hotels Amsee und nahe des Tiefwarensees. Auf dem Gelände soll ab heute auch ein regionaler Markt stattfinden. Susann Salzmann
Waren.

Amsee 6 im Heilbad Waren sollten sich diejenigen merken, die in Corona-Zeiten einen kultigen Ort zum Entspannen suchen. Direkt zwischen Tiefwarensee und dem Hotel Amsee ist aus einer Grünfläche ein kleiner Strand nahe des Pumpenhäuschens entstanden. Dort lockt nun „regional“, die Strandbar Amsee, mit lokalen Produkten wie Apfelsaft mit roter Bete. Hannes Thies, der Hotelmanager, freut sich über das schattige Plätzchen etwas außerhalb von Waren. Die Idee, sagt er, habe er schon länger. Die Umsetzung aber erfolgte in den vergangenen zwei Tagen.

Die Strandbar soll donnerstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr Auswärtige, insbesondere aber auch Einheimische anlocken. Ein „Corona-Experiment“, bei dem Leute unter freiem Himmel und mit ausreichend Sicherheitsabstand den Feierabend genießen können. Bis zu 30 Gäste finden um das über 100 Jahre alte Pumpenhäuschen einen Platz. Das technische Gebäude soll voraussichtlich im kommenden Jahr zu einem Café umgebaut werden, sagt Thiest. Bis zum 21. August soll die Strandbar öffnen, in der regionale Produkte das A und O sind.

Zehn Händler haben sich angemeldet

Ohne Hintergrund wurde die Idee natürlich nicht umgesetzt. „Die Tourismusakzeptanz der Einheimischen soll gesteigert werden“, erklärt Thies seine Motivation für dieses Projekt, das in Kooperation mit den Meck-Schweizern, einem Lebensmittelanbieter, entstanden ist. Für den Hotelmanager ist diese Art des Einbeziehens der Warener besonders wichtig. Immerhin wurde auch in jüngerer Vergangenheit „viel gebaut“. Hannes Thies meint Hotel- und Appartmentanlagen. Vor diesem Hintergrund sei es notwendig, etwas mehr für die Toleranz der Einwohner für den Tourismus zu tun.

Bis die Strandbar ihre Pforten symbolisch wieder schließt, haben Einheimische wie Urlauber die Möglichkeit, drei organisierte Regionalmärkte zu besuchen. Der erste findet am heutigen Freitag, 24. Juli, auf der Grünfläche hinter dem Pumpenhäuschen statt und wird danach im 14-tägigen Rhythmus wiederholt. Bereits die Premiere, für die heute zwischen 12 und 16.30 Uhr knapp zehn Händler Position beziehen, zeigt eine gute Auswahl an Produkten. Neben Rindfleisch, Tee, Honig und Co. können Schaulustige auch bei zwei Kunsthandwerkern vorbeischauen. „Am 7. und 21. August wird außerdem ein selbst gebasteltes Smoothie-Fahrrad vor Ort sein, auf dem mit eigener Muskelkraft frische Gemüse- und Obstcocktails produziert werden können“, freut sich Thies.

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