Die Bärenhündin Strudel wurde von einem Jäger erschossen. Er rechtfertigte den Schuss mit der Begründung, das Tier habe gewildert.
Die Bärenhündin Strudel wurde von einem Jäger erschossen. Er rechtfertigte den Schuss mit der Begründung, das Tier habe gewildert. Sabine Kosin
Gerichtsbericht

Prozess gegen Hunde-Todesschützen hat begonnen

Mit Spannung erwartet wurde das Urteil, das auf einen Jäger nach dem Todes-Schuss auf einen Hund zukommt. Im Gericht ging es hitzig zu.
Waren

Der Prozess gegen einen Jäger aus Groß Plasten ist am Mittwochnachmittag vor dem Warener Amtsgericht vertagt worden. Zweieinhalb Stunden lang hatte Richter Manfred Thimontz Zeugen vernommen, dann war Schluss. Weitere Vernehmungen sind für den 30. März angesetzt.

Dem 60-jährigen Jäger aus Schloen wird vorgeworfen, im Sommer vergangenen Jahres die streunende Hündin "Strudel" auf einem Acker grundlos mit einem gezielten Schuss getötet und damit gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben. Der 14 Monate alte Germanische Bärenhund gehörte zu einem rund 500 Meter entfernten Gasthof mit Urlaubern. Nach Angaben des Hundebesitzers waren Feriengäste mit dem Tier unterwegs.

Der Fall von "Strudel" hatte ein bundesweites Echo hervorgerufen. Die Tierschutzorganisation PETA forderte eine Neureglung der Jagdgesetze in MV, um Haustiere vor dem Tod durch Jägerhand zu bewahren. Der Schütze hatte seinerzeit das  Zielen auf Strudel mit der geltenden Bestimmung gerechtfertigt, dass in MV frei laufende wildernde Hunde erschossen werden dürfen.

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