Beim Kampf gegen Unwetterlagen sieht Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) noch „Luft nach oben”.
Beim Kampf gegen Unwetterlagen sieht Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) noch „Luft nach oben”. Ingmar Nehls
Gemeinsam gegen den Sturm kämpften THW und Feuerwehr mit Mitarbeitern der Warener Stadtverwaltung.
Gemeinsam gegen den Sturm kämpften THW und Feuerwehr mit Mitarbeitern der Warener Stadtverwaltung. ZVG/Freiwillige Feuerwehr Waren
Feuerwehr

Sturmbilanz – Bürgermeister fordert mehr Zusammenarbeit

Vor allem die Freiwillige Feuerwehr ist gefragt, wenn Brände und Stürme wüten. Beim Supersturm bekam sie aber auch Hilfe von anderen Partnern.
Waren

Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) hat die jüngste Stadtvertretersitzung genutzt, um sich erneut bei allen Helfern zu bedanken, die Schäden nach dem Sturm am zurückliegenden Wochenende beseitigt haben. „Es hat alles gut geklappt. Aber wir müssen auch davon ausgehen, dass es nicht der letzte Sturm dieser Art war“, mahnte Möller.

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Gemischte Bilanz zum Sturm-Wochenende

Darum sei es wichtig, sich noch besser aufzustellen und die Kräfte besser zu bündeln. „Da ist mit Sicherheit noch Luft nach oben“, sagte Warens Bürgermeister. Das Sturmtief Zeynep war schon der zweite schwere Sturm innerhalb weniger Wochen, der die Müritzregion traf und vor allem die Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehren in Dauereinsatz versetzte. Wie Eileen Bensch von der Freiwilligen Feuerwehr in Waren informierte, gab es etwa 30 Einsätze am gesamten Wochenende, wobei jeder einzelne Einsatz zum Teil eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen erforderte.

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Versorgungsweg zwischenzeitlich abgeschnitten

Größtenteils waren es Schäden durch umgestürzte Bäume oder Bäume, die umzufallen drohten, und auch ein abgedecktes Bootsschuppendach. Unterstützung bekamen die 40 Feuerwehrleute durch sieben Mitarbeiter des Stadtbauhofes, zwei Mitarbeiter der Stadtforst und zehn Mitglieder des THW Waren. Das THW half dabei, den Versorgungsweg zum Landschaftspflegehof des Lebenshilfswerkes wieder befahrbar zu machen. Der war von einer Vielzahl von umgestürzten Bäumen versperrt. „Die Wehrführung bedankt sich bei den aktiven Kameraden für deren unermüdlichen Einsatz in zum Teil sehr gefährlichen Situationen. Ebenfalls bedanken wir uns für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Leitstelle Neuendorf, dem THW Ortsverband Waren, dem Stadtbauhof Waren, der Stadtforst, der Polizei und Partnerfeuerwehren. Ein besonderer Dank geht auch an das Team Bistro Waren für die Versorgung unserer Einsatzkräfte“, sagt Eileen Bensch.

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Gerätewart wird hauptamtlich tätig sein

Im vergangenen Jahr rückten die Warener Kameraden zu 148 Einsätzen aus. Deutlich weniger als 2020, wo die Wehr 180-mal alarmiert wurde. Allerdings liegt im laufenden Jahr die Zahl schon bei 56 Einsätzen Ende Februar.In sozialen Netzwerken gab es nach einem emotionalen Meinungsbeitrag einer Bloggerin aus Waren Diskussionen darüber, ob das Ehrenamt ausgenutzt und von der Politik im Stich gelassen wird.

Stadtvertreter Toralf Schnur griff dieses Thema auf und betonte, dass die Warener Stadtvertreter bisher noch nie gegen eine bessere technische Ausstattung gestimmt hätten. Auch Ordnungsamtsleiter Dietmar Henkel sagte, dass die Warener Wehr sehr gut ausgestattet sei und durch den neuen Haushaltsbeschluss nun auch einen hauptamtlichen Gerätewart bekomme, der sich um die Technik nach den Einsätzen kümmert, was bisher im Ehrenamt erledigt werden musste. Stolz sind die Warener Feuerwehrleute auf ihren jungen Kameraden Robin Hanisch, der sich zum Atemschutzgeräteträger und Johann Weiss, der sich als bester seines Lehrgangs zum Motorsägenführer ausbilden ließ.

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