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Mordfall in Waren

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Suche nach Tatwaffe vorerst eingestellt

Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Mörder einer Anwältin aus Waren gehen weiter. Die Waffe wurde aber noch nicht gefunden. Ihre Kanzlei in der Großen Mauerstraße ist wieder besetzt. 
Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Mörder einer Anwältin aus Waren gehen weiter. Die Waffe wurde aber noch nicht gefunden. Ihre Kanzlei in der Großen Mauerstraße ist wieder besetzt.
Malte Schindel

Im Fall der erschossenen Anwältin aus Waren fehlt weiterhin jede Spur der Waffe. Unterdessen will kein Anwalt aus der Region die Pflichtverteidigung für den mutmaßlichen Täter übernehmen.

Das ist selten in der Justiz: Nach dem Mord an einer Warener Rechtsanwältin war es nicht möglich, in Waren und der Müritzregion einen notwendigen Pflichtverteidiger für den 79-jährigen Tatverdächtigen zu finden. Wegen Befangenheit hatten die Juristen abgelehnt, den Senior juristisch zu vertreten. Das bestätigte am Montag auf Nachfrage der Neubrandenburger Oberstaatsanwalt Gerd Zeisler.

„Wenn die Anwälte das so einschätzen, dass sie befangen sind, dann ist das nicht nur ihr gutes Recht, sondern auch ihre Pflicht, wenn sie das mit mit ihrer Arbeit vereinbaren können. Immerhin kam eine Kollegin ums Leben”, so Zeisler. Inzwischen habe man einen Verteidiger aus Bremen gefunden, der dem Warener Rentner juristischen Beistand leisten werde. Der Hansestädter arbeite sich derzeit in den Fall ein.

Ermittlungen gehen auch ohne Tatwaffe weiter

Unterdessen ist die Suche nach der Tatwaffe, wahrscheinlich eine Pistole, nach Angaben des Oberstaatsanwaltes unterbrochen worden. „Die konkrete Suche wird erst wieder aufgenommen, wenn wir neue Anhaltspunkte haben, um auch fündig werden zu können”, so Zeisler. Die Ermittlungen gegen den Rentner, der im dringenden Verdacht steht, Anfang Februar eine Rechtsanwältin in ihrer Kanzlei in der Großen Mauerstraße erschossen zu haben, würden auch ohne die Tatwaffe unvermindert weitergeführt.

„Dass die Waffe noch nicht gefunden wurde, behindert uns nicht und wirft uns auch nicht zurück, denn wir ermitteln ja nicht nur auf diesem einen Wege. Um zu einem Schluss in diesem Fall zu kommen, gibt es andere Möglichkeiten”, sagte Gerd Zeisler, ohne sich konkreter äußern zu wollen.